der direkten Umweltkostenbelastung her in der Rangskala der mit Umweltkosten belasteten Branchen weit hinten liegen. Auch aus die- sem Grund dUrfen die Effekte im Außenhandel durch Umweltschutz- auflagen nicht überbetont werden. So können auch Umweltaktivitä~ ten die Wirkung einer "Technologie-Peitsche" erhalten, die Umstruk~ turierung fördern. 7.5. Exportchancen Der letzte angesprochene Punkt behandelt etwaige Vorteile und exportschaffende Wirkungen von Umweltschutzauflagen. Gerade in einem kleinen, sehr stark außenhandelsverflochtenen Industrieland wie Österreich könnte die "industriepolitische Option" des Umwelt- schutzes durch gezielte Auflagen Anreize zur Produktion von inno- vativen Produkten für den Umweltschutz bringen. Gerade die mittel- betrieblich organisierte österreichische Investitionsgüterindustrie könnte hier auf Grund der Tatsache, daß es sich bei vielen Umwelt- schutzgUtern um Einzel- bzw. Kleinserienfertigung handelt, gute Chancen haben. Allerdings kann sich der positive Effekt auch umdre- hen, wenn heimische Erzeuger die Chancen zur Produktion nicht nützen und dadurch Auflagen im Umweltschutzbereich einen Import- sog induzieren. Deutsche Studien (z. B. Ullmann-Zimmermann) be- trachten allerdings die langfristigen Marktchancen von "end-of- pipe"-Umweltschutzanlagen (also solche, die nachträglich z. B. Schadstoffausstoß vermindern sollen, wie etwa Luftfilter) skeptisch, da zunehmend integrierte Anlagen und Leistungen angeboten wUr- den, die bereits im Produktionsprozeß Emissionen verringern oder verhindern würden (5. 409). Gleichzeitig ist zu beachten, daß den Märkten für Umweltgüter auch von anderer Seite langfristig Grenzen dadurch gesetzt sind, daß bestehender Nachholbedarf zunehmend geringer wird, wenn auch sogar die Industrieländer zur Zeit von einer solchen "Sättigungsgrenze" noch weit entfernt sind. 7 .6. Schlußfolgerungen Zusammenfassend läßt sich feststellen, daß die Effekte auf den Auslandsmärkten von heimischen Umweltschutzanstrengungen gene- rell nur sehr wenig ins Gewicht fallen dürften, wenn auch einzelne 85