86 Betriebe (Grenzbetriebe) in deutliche Schwierigkeiten kommen kön- nen. Auch von einer Verlagerung ins Ausland größerer Teile des österreichischen Produktivkapitals auf Grund von zu strengen Um- weltauflagen ist nichts bekannt. Bei den Umweltschutzgütern dürfte in Zukunft ein gewisses Exponpotential bestehen, wenn auch zur Zeit österreichische Betriebe auf diesem Sektor eher einen negativen Han- delsbilanzsaldo (wie bei Investitionsgütern überhaupt) aufweisen dürften. Weiters muß beachtet werden, daß solche Effekte nur dann dem Umweltschutz als "Negativa" angerechnet werden dUrften, wenn hei- mische, kostenwirksame Anstrengungen auf diesem Gebiet deutlich denen der Hauptkonkurrenten vorauseilten. Davon kann jedoch im Normalfall (abgesehen von Ausnahmen) nicht ausgegangen werden, wie die international eher durchschnittlichen Umweltausgabenanteile Österreichs beweisen. Gleichzeitig müssen die für andere Winschafts- zweige sich positiv auswirkenden Umweltaktivitäten des produzieren- den Bereiches in eine gesamtwinschaftliche Kosten-Nutzen-Rech- nung einbezogen werden. In der Gesamtbilanz der Auswirkungen von Umweltschutz auf ökonomische Kreisläufe durfte jedenfalls der Außenhandelsbereich für Österreich per Saldo nur einen geringen Beitrag ausmachen. Dabei wird davon ausgegangen, daß in der Zu- kunft keine wesentliche Erschwerung wirtschaftlicher Aktivitäten re- lativ zum Ausland als Folge umweltpolitischer Zielsetzungen eintritt. Literatur (zusätzlich zu der unter 6. genannten): F:. HÖDI.. W. MEISSNER, AUlwirkungen der Umweltpolitik auf Jen Arbcitsmork,. Bonn 197ij. A. ULLMANN. K. ZIMMERMANN, S"uhu, und volbwimchafdiche Bedeutung der UmweltschlitzinJlIbtric in cle, Bunde