90 o Produktion und Markterschließung fUr langlebige und reparatur- freundliche Güter. Hier muß insbesondere die Problematik er- höhter Anschaffungskosten und der Annahme durch den Markt beachtet werden, auch im Hinblick auf umwelt- und sicherheits- technische Verbesserungen künftiger Produktgenerationen. In allen diesen Fällen ist festzustellen, daß technische Prozesse zwar Umweltbelastungen mit sich bringen können, mit fortschreiten- der Technik jedoch die Technik als Problemlöser der Umweltfragen in zunehmendem Maße eingesetzt wird. In bezug auf die Technik der Zukunft ist es notwendig, alle mit neuen technischen Entwicklungen, Verfahren, Produkten und KonsumgUtern verbundenen Umweltaus- wirkungen einer umfassenden Betrachtung zu unterziehen. In diesem Sinne sind auch positive Umweltauswirkungen des verstärkten Einsat- zes neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse, wie z. B. aus den Berei- chen Mikroelektronik, Biochemie, Gentechnik und biologische Schädlingsbekämpfung zu beachten. 8.5. Anhang Begriffsbestimmung des "Standes der Technik" Bundesrepublik Deutschland Immissionsschutzgesetz : "Stand der Technik ist der Entwicklungsstand fortschrittlicher Ver- fahren, Einrichtungen und Betriebsweisen, der die praktische Eig- nung einer Maßnahme zur Begrenzung von Emissionen gesichert er- scheinen läßt. Bei der Bestimmung des Standes der Technik sind ins- besondere vergleichbare Verfahren, Einrichtungen und Betriebswei- sen heranzuziehen, die mit Erfolg im Betrieb erprobt worden sind." Technische Anleitung Luft 1974: "In begründeten Fällen können auch noch nicht für den jeweiligen Anwendungsfall abschließend betriebserprobte Maßnahmen als dem Stand der Technik entsprechend angesehen werden, z. B. wenn diese in einem Maße erprobt worden sind, daß die vorgesehene Anwen- dung ohne unzumutbares Risiko möglich ist."