2.1.3. In/rastrukturleistungen der Land- und Forstwirtschaft Die Kulturlandschaft bietet die Grundlage für den Erholungsraum, der sowohl für die Ballungszcntren als auch für den Fremdenverkehr von entscheidender Bedeutung ist. Dazu gehört sehr wesentlich die Schaffung und Zurverfügungstellung der notwendigen Infrastruktur. Das Wegenetz, Schutzbauten, Verkehrs- und Telefonverbindungen werden unter hohem Aufwand, teilweise durch die Land~ und Forst- wirtschaft, errichtet und erhalten und dienen über ihren primären Zweck hinaus der gesamten Bevölkerung und dem Fremdenverkehr. Mögliche Konflikte einer rein ökonomisch betriebenen Land- und Forstwirtschaft mit Forderungen, die an eine Erholungslandschaft ge- steilt werden, sind sicher nicht zu leugnen. Eine reine Naturland- schaft wird zumeist als schlechtere Erholungslandschaft empfunden als unsere gegenwärtige ländliche Kulturlandschaft. Eine gedeihliche Zusammenarbeit zwischen Land- und Forstwirtschaft einerseits und ausschließlich auf Landschaftspflege ausgerichteten Organisationsfor- men anderseits wird im einzelnen gegenseitiges Verständnis und auch des öfteren Konzessionen erfordern, wobei anzuerkennen sein wird, daß die Tätigkeit der Land- und Forstwirtschaft an ökonomischen Maßstäben ausgerichtet ist und auch Beiträge zur Landschaftspflege unter dieser Prämisse stehen müssen. Die Land- und Forstwirtschaft bereitet eine wesentliche Grundlage für den Fremdenverkehr. Ohne Bewirtschaftung der Flächen fehlt die Attraktivität und damit die Basis fUr den Fremdenverkehr im ländli- chen Raum. Insbesondere durch die Erhaltung der Vielfalt und Eigenart einer Landschaft wird eine Steigerung des Erholungswertes erzielt. Weitere Bezugspunkte zum Fremdenverkehr sind im entspre- chenden Kapitel behandelt. In verschiedenen Diskussionen wurde immer wieder auf die Frage der Mindestbesiedlung und der Erhaltung des Siedlungs raumes hin- gewiesen. Diese Frage ist im engen Zusammenhang mit der Erhaltung der Kulturlandschaft zu sehen und weist auf volkswirtschaftliche Zu- sammenhänge und Interessen hin. Geordnete Bodenbewirtschaftung sichert in der Regel den Wasser- haushalt und verhindert Verkarstung und Versteppung. Durch die Erhaltung und Steigerung der dauerhaften Nutzungsfähigkeit von NaturgUtern, wie Boden und Wasser, sichert die Land- und Forst- wirtschaft die Existenzgrundlage fUr Menschen und Tiere. Der Boden und die Pflanzen sind in der Lage, bis zu einem gewis~ 102