den jüngsten Stand befindlich angesehen werden. Für die entspre- chenden Anwendungsbereiche sind in anderen Ländern Mittel neuerer Generation auf dem Markt, die aber in Österreich noch nicht eingeführt sind. o Die Verwendung von Mineraldüngern hat - krasse Fälle der Überdilngung ausgenommen - keine negativen Auswirkungen auf die Qualität der erzeugten landwirtschaftlichen Produkte, den Boden~ und den Wasserhaushalt. Das derzeit in Vorbereitung be- findliche Düngemittelgesetz wird Qualität und Schadstoffgehalt der Dünger streng regeln. Ökologisch oft bedenklich ist die Aus- bringung von Klärschlamm auf land- und forstwirtschaftliche Bö- den, da, abgesehen von der Düngewirkung, der Gehalt an Schwermetallen und anderen anorganischen und organischen Schadstoffen ein nicht zu unterschätzendes Umweltrisiko in sich bringt. Die Land- und Forstwirtschaft lehnt daher diese Form der Entsorgung des Klärschlammes ab, solange dessen Unbedenklich- keit nicht gewährleistet ist. o Die Bewässerung landwirtschaftlicher Kulturen ist in Österreich auf wenige Intensivanbaugebiete beschränkt. In ungünstigen Fäl- len kann sie - ähnlich wie die Trinkwasserentnahme (z. B. Mit- terndorfer Senke) - nachteilige Wirkungen für den Grundwas- serhaushalt hervorrufen (z. B. Grundwasserabsenkung). o In Getreideanbaugebieten stellt die großflächige Verbrennung von Stroh für den Natur- und Artenschutz ein Problem dar. o Österreich ist in der glücklichen Lage, daß der Massentierhaltung im Verhältnis zu anderen Ländern enge Grenzen gesetzt sind (Festlegung von Bestandsgrenzen) ; bei derartigen Formen der Tierhaltung wären starke negative externe Effekte zu befürchten. Ein Mißverhältnis zwischen Bodenfläche und Viehbesatz etwa führt zu empfindlichen Beeinträchtigungen der Umwelt (überhöh- ter Viehbesatz). o Trotz großer Streuung des Eigentums an landwirtschaftlichen Flächen kann es, vor allem in intensiven Ackerbaugebieten, in- folge des eingeengten Fruchtwechsels zur regionalen Dominanz bestimmter Kulturpflanzen kommen. In Abhängigkeit von der räumlichen Ausdehnung derartiger Agrarformen kann dies auch damit zu negativen Umweltauswirkungen führen. Sinngemäß das gleiche trifft auch für reine Nadelholzaufforstungen auf ungeeig- neten Standorten (Tieflagen) zu. Die Ausgaben der landwirtschaftlichen Betriebe betrugen für Dün- 105