111 44 in den sechs Sommerschigebieten. Italien, Frankreich und die Schweiz weisen zusammen nur 24 Gletscherschilifte auf. Die Attraktivität Österreichs als Fremdenverkehrsland liegt neben vielen anderen Aspekten vor allem in der Vielfalt des landwirtschaftli- chen Anbotes für sehr differenzierte Zielgruppen, in der Vielzahl kul- turgeschichtlich bedeutsamer Objekte und in der Tatsache, daß - bedingt durch die großklimatische Lage - ein zweisaisonales Ur- laubsangebot (Sommer- und Winterfremdenverkehr) möglich ist. Entsprechend diesen Voraussetzungen können (vereinfachend) in Österreich vier Schwerpunkte des Fremdenverkehrs unterschieden werden. Kulturelle Attraktivität: Hauptstädte, Schlösser, Burgen, Stifte etc.; Kongreß- und Tagungstourismus. Landschaftliche Attraktivität mit kulturell-zivilisatorischer Überprä- gung: viele österreichische Seengebiete, Abschnitte von Flußtälern. Landschaftliche Attraktivität mit intensiven Sportmöglichkeiten : al- pine Schigebiete, alpine Wandergebiete. Landschaftliche Attraktivität mit hohem Natürlichkeitscharakter und geringerer kulturell-zivilisatorischer Überprägung: Hoffnungsge- biete für einen "Neuen Tourismus", wie z. B. im Waldviertel, Mühlviertel, in der Oststeiermark, in Teilen des Burgenlandes. 3.2. Zur Umweltsituation in Fremdenverkehrsregionen In Fremdenverkehrsregionen treten Umweltprobleme und Land- schaftsbeeinträchtigungen (Landschaft als Kapital des Fremdenver- kehrs) auf, wobei der Fremdenverkehr einerseits Betroffener dieser Umweltproblematik ist, anderseits aber zunehmend auch Verursacher wird. Die globale und nationale Umweltsituation führt im österreichi- schen Fremdenverkehr zu Problemen. Vordringliche Probleme sind: Luftverschmutzung: Schäden an kulturhistorisch wertvollen Ob- jekten, Wald schäden, Beeinträchtigung der Luftqualität in Erho- lungsgebieten. Wasserverschmutzung: Minderung der Qualität von Oberflä- chengewässer und Grundwasser (Probleme der Trinkwasserver- sorgung, insbesondere bei fremdenverkehrsbedingten Bedarfsspit- zen).