Standards entsprechen. Dies trifft in vielen Fällen zu. Die Grundan- nahme, "daß etwas ,Unrechtes' oder ,Schädliches' ja nicht angeboten werden dürfe", hat ihren Grund in der durchaus funktionierenden Aufgabe staatlicher Einrichtungen, etwa im Bereich der Lebensmittel- kontrolle, auf die Einhaltung von Standards zu achten einerseits und der Selektionswirkung des Marktes anderseits. FUr den Umweltbe- reich und fUr umweltbezogene Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Güterkonsum fehlen jedoch geeignete Standards und operative Instrumente und auch entsprechend durchgebildetes 'Verbraucherbe- wußtsein. Zweifellos kann jedoch den einzelnen Verbraucher nicht abver- langt werden, in einem hohen Ausmaß die Umweltbedeutung des ein- zelnen Konsumaktes mitzubedenken. Angesichts der Fulle möglicher Problembereiche ist hier der einzelne Verbraucher nicht nur bei wei- tem uberfordert, sondern es erscheint in einer derartigen generellen Situation (auch Marktsituation) ein ungleich höheres Maß an Verant- wortung dem fachlich nicht geschulten Verbraucher, der ja um seine Lebensbedürfnisse zu befriedigen, eine Vielzahl von Konsumhand- lungen setzen muß, nicht zumutbar. In folgenden Konsumbereichen sind Probleme zu registrieren: o Bereich der Haushaltsreinigung Reinigungs- und Pflegemittel erscheinen in einer Vielzahl auf dem Markt. Die Umweltauswirkungen dieser Produkte sind noch nicht ausreichend geklärt. o Freizeit- und Hobbybereich Farben und Lacke, Holzschutzmittel, aber auch Hobbychemika- lien, wie etwa Fotochemikalien, sind jedenfalls als ubliche Haus- haltskonsumgüter zu bezeichnen; auch hier ist die Frage der Ent- sorgung dieser Produkte nicht hinreichend geklärt. o Bereich Wohnungspflanzen und Garten Pflanzenschutz- und Düngemittel werden von Gartenbesitzern, aber auch in Wohnungen regelmäßig verwendet; auch hier ist eine entsprechende Information über die geeignete Anwendung noch nicht hinreichend realisiert, desgleichen die Entsorgung dieser Produkte. o Bekleidung und Haushaltstextilien, Kunststoffgebrauchsgegen- stände Gegenstände aus diversen Kunststoffen, etwa PVC, können im 119