125 Der Schwefelgehalt in Heizölen wurde In Österreich bereits wie folgt gesenkt: Tabelle 12 bis 31. 12. 1982 (ÖNORM) .b I. 1. 1983 ob 1. 1. 1984 .b 1. 7.1984 Ofenheizöl . Heizöl leicht . Heizöl mittel . Heizöl schwer . Die Emissionen an S02 durch die Verbrennung von Heizöl schwer in Österreich konnten deutlich, nämlich auf rund ein Drittel ihres Ni- veaus im Jahr 1979, verringert werden. Dies ist einerseits auf die eben dargestellte stufenweise Entschwefelung, andererseits auf den sinken- den Verbrauch an Heizöl schwer zuruckzufuhren. Der Verbrauch lag 1979 noch bei 3'3 Mio. Tonnen und betrug 1984 etwa 1'6 Mio. Tonnen. Zum Unterschied vom europäischen Ausland, wo maximale Schwe~ felwerte von vier Prozent keine Ausnahme sind, wird die Situation in Österreich noch durch das Angebot zweier zusätzlicher "schwarzer" Heizöle, nämlich Heizöl leicht und mittel verbessert. Ihr Schwefelge- halt wurde gleichfalls gesenkt, womit der durchschnittliche Schwefel- gehalt von Heizöl schwer 1985 1'8% beträ.gt (der entsprechende Wert fUr 1979 lag bei 2'9%). Wie in der BRD kann auch in Österreich Heizöl schwer mit 1% Schwefel nur in geringen Mengen bereitgestellt werden. Sein Anteil am gesamten Heizöl-schwer-Angebot wird nach Angaben der Mine- ralölwirtschaft in den achtziger Jahren die 20-Prozent-Marke kaum übersteigen. Grundsä.tzlich muß festgestellt werden, daß die Kosten fUr die Pro- duktentschwefelung progressiv mit dem Entschwefelungsgrad anstei- gen. Internationale Studien zeigen, daß die Reduktion des Schwefel- gehaltes im Heizöl schwer von z. B. 3'5% auf 1% rund 38 Dollar je Tonne kostet, wobei allein etwa zwei Drittel der Kosten fUr eine Re- duktion von 2% auf 1% anfallen. Diese Kosten finden in der Preisdifferenz zwischen Heizölen mit hohem und solchen mit geringem Schwefelgehalt ihren Niederschlag. Auf internationalen Märkten beträgt diese Differenz zwischen Heizöl schwer mit 2% bzw. Heizöl schwer mit 1% rund 60 DM je Tonne.