5.7.3. Solarenergie In diesem Zusammenhang soll nicht vergessen werden, daß die Wärmepumpe ein ausgezeichnetes Mittel darstellt, einerseits aus in- dustrieller Abwärme oder Abwässern aus Thermalbädern und derglei- chen, die auf einem niedrigen Temperaturniveau anfallen (20 bis 30°C), nahegelegene Verbraucher mit der notwendigen Wärme für die Raumbeheizung bzw. Warmwasserbereitung zu versorgen und andererseits durch die Abkühlung der Abwässer die thermische Beein- trächtigung der Vorfluter zu verringern. Der dezentrale Einsatz von photovoltaischen Systemen und Anla- gen kleiner Leistungen unter 10 kW bewährt sich seit Jahren im Son~ nengürtel der Erde. In acht Ländern Europas liefern derzeit 15 pho- tovoltaische Kraftwerke Energie im Leiswngsbereich bis 300 kW. Auch Österreich kann auf eine Reihe gut funktionierender Anlagen zur Versorgung von Notrufsäulen an Autobahnen, zum Senderbe- trieb und dgJ. mehr hinweisen. Bei einem Pilotprojekt in Salzburg lie- fern 24 m2 Solarzellen Strom, der über die Speicherbauerie und dem Wechselrichter transistorgeregelt einen Haushalt mit 220 Volt Wech- selspannung versorgt. Eine Studie, an der die Gesellschaft fUr neue Technologien in der Elektrizitätswirtschaft (GTE) beteiligt ist, weist nach, daß diese Art der Stromversorgung in unseren geographischen Breiten auch dann unwirtschaftlich bleibt, wenn die Kosten der Solarzellen selbst gegen Null gehen, da die Umwandlungseinrichwngen zu teuer sind. Solaranlagen zur Warmwasserbereitung zeigen unterschiedliche Ergebnisse. Gut arbeitende bringen jährliche Energieerträge von 190 kWh/m2 Kollektoroberfläche und Kollektorwirkungsgrade VOn etwa 35%. Das führt im Sommer zu solaren Deckungsanteilen von 60% bis 100% und einer jährlichen Öleinsparung von 50 11m2 Kol- lektorfläche. Die Systemkosten liegen bei etwa öS 10.000/m2 Sonnen- kollektor. Die scheinbare Beruhigung auf dem Ölpreissektor läßt die etwa 120.000 m2 Solarkollektorfläche in Österreich nur mehr zö- gernd wachsen. 146