keit. Auch bei der energetischen Nutzung von Stroh gilt es, Anlagen- errichter zu schulen und die Betreiber tiber wirtschaftlichen und um- weltfreundlichen Betrieb zu informieren. 5.7.9. Biosprit Alkoholkraftstoffe (Methanol und Ethanol) stellen Ergänzungs- möglichkeiten zu den herkömmlichen Kraftstoffen dar. Unter Beach- tung der Verfügbarkeit könnte in Österreich (neben der Ernährungs- sicherung) aus nachwachsenden Rohstoffen Ethanol erzeugt werden. Vor allem im Hinblick auf eine mögliche Entlastung der Überschuß- produktion im Ackerbau wurde die Beimischung von Ethanol zu Ver- gasertreibstoffen diskutiert. Der Beirat hat die damit zusammenhän- genden Fragen - auch beztiglich der Umwelteffekte von Produktion und Verwendung - in einer eigenen umfassenden Untersuchung ("Landwirtschaftliche Produktionsalternativen am Beispiel Ethanol, Ölsaaten und Eiweißfutterpflanzen", Wien 1985) geprüft und ver- weist auf die dortigen AusfUhrungen. 5.7.10. Biogas Die derzeitige Bedeutung der bestehenden 20 bis 25 Anlagen (ein- schließlich Forschungsanlagen) ist hinsichtlich der Energieerzeugung marginal. Das theoretische Potential wird mit jährlich 464 Mio. Ku- bikmeter geschätzt. Bei 60% Methan im Gas wäre das eine Energie- menge von etwa 10 PJ. Vom technischen Gesichtspunkt erfordert die Biogaserzeugung einen kontinuierlichen Verbraucher, weil Biogas nur begrenzt spei- cherfähig ist. Die Nutzung anderer regenerativer Energieträger wie Holz und Stroh ist größenordnungsmäßig jedenfalls bedeutender. Als ökologische Vorztige der Biogastechnologie sind die vermin- derte Geruchsbelästigung durch den ausgegorenen Dtinger, dessen besserer Dtingewert, geringere Gewässerbelastung gegenüber Auswa- schen der Nährstoffe in der unbehandelten Gülle und die Verminde- rung des pathogenen Potentials gegenüber frischer Gülle (Hygienisie- rung) zu nennen. 151