5.3.2. Zur Verantwortlichkeit von Staatsorganen./ür eine Mitwirkung an Umweltbeeintriichtigungen Das Instrumentarium des StGB reicht grundsätzlich aus, um auch rechtswidrige Handlungen staatlicher Organe, die zu Umweltbeein- trächtigungen führen, unabhängig von der allenfalls gegebenen Amts- haftung, nach den vorhandenen Strafbestimmungen zu verfolgen. Die Einheitstäterregelung des § 12 StGB gewährleistet z. B., daß jeder mitwirkende Beamte, unabhängig vom tatsächlichen Gewicht seines Beitrags zum strafrechtlich pönalisierten Erfolg (z. B. durch Erteilung rechtswidriger Genehmigungen oder Unterlassung notwendiger Ab- hilfernaßnahmen), das jeweilige Tatbild erfüllt. Die Erfahrung der Praxis zeigt freilich, daß in Österreich AmtSträger kaum je für eine derartige Mitwirkung an Umweltdelikten (strafrechtlich) zur Verant- wortung gezogen werden. Literatur: w. SCHILD, KDmm~tH.ienmg de5 StGB in Rechtsvonchriften zu lhnwellt5chutz und Raumordnung, hr:'lg.v. Insti- tut fUt S,odtfonchung. W. SCHILD, UmwelnchulY. durch Kriminol""f,<.cht, JBI. 1979, 12. O. TRlFFfERER, Umwcltstr.f