10.1.2. Lärmschutz 10. Direkte öffentliche Bereitstellung umweltrelevanter GUter Unter direkten öffentlichen Umweltschutzaktivitäten werden jene Maßnahmen verstanden, mit denen die Gebietskörperschaften durch ihre Güterbereitstellung unmittelbar umweltschützend bzw. umwelt- verbessernd tätig werden. Die öffentliche Hand verrechnet dabei in aller Regel die Aufwendung für die Güterbereitstellung in Form Von Beiträgen oder Gebühren dem Benützer. Diese Beiträge werden fast durchwegs so kalkuliert, daß die Investitionskosten, laufende Be- triebskosten und Kapitalbereitstellungskosten gedeckt sind. 10.1. Versorgungsmaßnahmen 10.1.1. Wasser Obgleich im allgemeinen in Österreich kein Mengenproblem be- steht, zeigen Beispiele Von Grundwasserkontaminationen, daß die Versorgung der Bevölkerung mit einwandfreiem Trinkwasser nicht überall und stets hundertprozentig gesichert ist. Eine sichere Wasser- versorgung erfordert daher entsprechende Wassersammel- und Ver- teilungseinrichtungen. Darüber hinaus ist der Schutz von Wasservor- kommen von großer Bedeutung. Im Jahre 1980 wurden ca. 75% der österreichischen Einwohner über öffentliche Wasserwerke versorgt und erhalten somit in seiner Qualität laufend kontrolliertes Wasser. Eine wesentliche Aufgabe im Zusammenhang mit der Notwendig- keit einer Sicherung der Wasservorkommen stellt die Abwasserent- sorgung dar. An zentrale Abwasserentsorgungseinrichtungen sind ca. 45% oder ca. 3"4 Mio. Einwohner angeschlossen. Nach Gemeindezu- gehörigkeit gerechnet, werden ca. l' 5 Mio. Einwohner der Stadt Wien, 1'3 Mio. Einwohner von Gemeinden über 20.000 Einwohnern und 0'6 Mio. Einwohner unter 20.000 Einwohnern zentral entsorgt. Auf dem Sektor des Lärmschutzes werden von den Gebietskörper- schaften insbesondere passive Maßnahmen zur Verringerung der Lärmbelästigung durch Kraftfahrzeuge, wie z. B. Lärmschutzfenster, Lärmschutzwände oder -wälle, gesetzt. Auch Trassenführungen zur 204