- loo - Ergebnisse ausländischer Untersuchungen Im Anhang wird ein Überblick über einige jener Modellrechnungen, die während der letzten Jahre in westeuropäischen Ländern erstellt und diskutiert wurden, geboten. Wie fällt eine Gegenüberstellung der Ergebnisse der Studie des Beirats für ViirtschalLs- uno Sozialfragen (siehe dazu auch Abschnitt 2; Dokumente Österreich) mit jenen der im Ausland durchgeführten aus? Berechnungen mit Modellen, die einen ähnlichen Aufbau wie das für die Beiratsstudie herangezogene IHS-Modell (siehe Anhang) besitzen, führen zu Resultaten, welche in dieselbe Richtung weisen: Verkürzungen der Wochenarbeitszeit in gemäßigtem Ausmaß (Reduktion von 4o auf 38 Stunden oder stufenweiser Übergang auf die 35~S tunden~Woche) und unter Verzicht auf vollen Lohn¬ ausgleich bewirken demnach positive Beschäftigungseffekte, geringfügige Wachstumseinbußen und eine leichte Beschleunigung der Inflation, jeweils im Vergleich mit der voraussichtlichen Entwicklung ohne Arbeitszeit¬ verkürzung, Für Österreich ~ infolge der engen Außenhandelsverflechtung - von be¬ sonderem Interesse sind die Resultate einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (MW-Modell: siehe Anhang). Der Beirat gelangte aufgrund der ModellSimulation zu dem Ergebnis, daß mittelfristig - je nach Annahmen - 4o bis 7o Prozent der Arbeitszeitverkürzung in positive Beschäftigungseffekte, dh entweder Einstellung zusätzlicher Arbeits¬ kräfte oder Verhindern von Kündigungen, umgesetzt werden. Das DIW schätzt, daß 3o bis 5o Prozent der Arbeitszeitverkürzung durch positive Beschäftigungs effekte absorbiert werden. In bezug auf das Sozialprodukt rechnet der Beirat mit einer mittel¬ fristigen Abweichung gegenüber der Basislösung ohne Arbeitszeitverkürzung