BODENPREISSITUAflTON IN WIEN Die von uns durchgeführten empirischen Erhebungen können in keiner Weise den Anspruch erheben, einen vollständigen Über¬ blick über Vorgänge auf dem Wiener Grundstücksmarkt oder über die Bodenpreissituation in Wien zu geben. Zum einen konnten wir nur exemplarisch eine Anzahl von Einzelfällen unter¬ suchen. Zum anderen sind die im Grundbuch und in den dazuge¬ hörenden Urkundensammlungen gemachten Angaben über Liegen¬ schaften und über die Rechtsgeschäfte mit denselben oft ungenau. Häufig entsprechen die im Kaufvertrag aufscheinenden Preise nicht den tatsächlich bezahlten Beträgen. Besonders wenn es sich bei den Käufern nicht um Wohnbauträger handelt, die öffentliche Förderungsmittel in Anspruch nehmen, werden aus Steuergründen oft niedrigere Werte im Kaufver¬ trag angegeben. • Für Wohnbauträger, die ein Interesse daran haben, die tat¬ sächlich aufgewendeten Grundkosten den Wohnungskäufern an¬ zurechnen, wird dies aber in der Mehrzahl der Fälle nicht zutreffen, obwohl auch hier Umgehungsmöglichkeiten des Ge¬ setzes bestehen, auf die aber hier nicht näher eingegangen werden kann. Bei den Förderungswerbern wäre allerdings der umgekehrte Fall denkbar, nämlich, daß im Kaufvertrag der gemäß WFG .68 zu¬ lässige Höchstbetrag angeführt wird, obwohl der tatsächliche Preis für das Grundstück, darunter liegt. Damit erhält der Bau¬ träger frei verfügbares Kapital. Wir können in diesem Rahmen nicht beurteilen, ob und wie ' ,v. häufig solche vom wahren Wert abweichende Angaben gemacht werden. Daher müssen wir die Aussagekraft der Grundstücks-