- 47 - GRUNDSTÜCKSFONDS Die Ankaufspolitik der Gemeinde ist derzeit mangelhaft auf Grund einer gewissen bürokratischen Inflexibilität und auf Grund finanzieller Restriktionen.Diese beiden Faktoren wir¬ ken dabei nicht unabhängig voneinander. Bewirkt die Inflexi¬ bilität , daß bestimmte Grundstücke»die städteplanerisch wichtig wären, auf Grund zu hoher Preisforderungen - re¬ lativ zum a priori "amtlich" festgesetzen Limit - nicht gekauft werden können,so bewirkt die mangelnde finanzielle Ausstattung , daß eine Bevorratungspolitik nur sehr beschränkt durchgeführt werden kann. • \ Aus diesen Gründen sollte die Schaffung eines Grundstücks¬ fonds überlegt v/erden, der die- Ankaufsverhandlungen in größerer Flexibilität durchführen könnte. Dieser Fonds könnte sich auch am Kapitalmarkt verschulden, um eine zü- gige Ankaufspolitik im Sinne einer Bevorratung zu betreiben, insbesondere dort, wo in Zukunft stärkere Preissteigerungen zu erwarten sind. Die angekauften Grundstücke sollten keines wegs alle im Besitz der Gemeinde verbleiben und von ihr ver¬ waltet werden, sondern sollten im Rahmen einer mit der ge¬ meinnützigen Wohnungswirtschaft abgestimmten Bodenpolitik an gemeinnützige Bauträger verkauft, .in Baurecht übergeben werden bzw gegen andere Grundstücke getauscht werden. Besonders im dichtverbauten Gebiet ist eine aktive Bodenbe- vorratungspolitik der Gemeinden nötig, um die Verwirklichung langfristiger Planungsziele zu ermöglichen (zB Beseitigung von Strukturmängeln'in bestimmten Gebieten oder der Stadt als Ganzes), und um kurzfristig Maßnahmen setzen zu können, die Härten vermeiden und eine gewisse Verbesserung der Wohn- und WohnumweltSituation für die am härtesten Betroffenen