zehnte von ursprünglich 20'5% auf gegenwärtig 8'3% gesenkt wor~ den. Insgesamt brachte die Landesumlage für die Länder (ohne Wien) Einnahmen von 2'6 Mrd Schilling (1989). Die Landesumlage ist von den einzelnen Gemeinden (des jeweiligen Landes) nach Maß- gabe ihrer Finanzkraft zu tragen. Dadurch ergibt sich tendenziell ein nivellierender Effekt in der horizontalen Verteilung der Ertragsan- teile der Gemeinden (eines Landes). Für die Wohnbauförderung wurden vor 1988 vom Aufkommen an Lohn-, Einkommen-, Kapitalertrag- und Körperschaftsteuer als Pro- zentsatz (10'19%) vor Verteilung der Einnahmen auf die Gebietskör- perschaften abgezogen. Diese Mittel für die Wohnbauförderung schmälerten daher damals die für die vertikale Verteilung verfügba- ren Einnahmen. Insoferne haben alle Gebietskörperschaften nach Maßgabe der Aufteilungsschlüssel zur Wohnbauförderung beigetra- gen. Seit 1988 werden die überweisungen der Wohnbauförderungs- mittel an die Länder im Bundeshaushalt anders dargestellt. Der Bund erhält einen höheren Anteil am Aufkommen der entsprechenden ge- meinschaftlichen Bundesabgaben, dafür werden die Überweisungen an die Länder in den Ausgaben dargestellt. Es erfolgt somit eine Brutto-Darstellung, wogegen früher eine Netto-Darstellung erfolgte. Der Anteil aus den entsprechenden gemeinschaftlichen Bundesabga- ben, der für die Wohnbauförderung zweckgewidmet ist, wurde von 10'19% auf 9'22% gesenkt. 49 4.4. Horziontaler Finanzausgleich Der horziontale Finanzausgleich regelt die Verteilung gemein- schaftlicher Bundesabgaben auf die Gebietskörperschaften gleicher Ebene. 4.4.1. Au./kommens- und BedarjSprinzip Die Vielzahl der für die länderweise Auf teilung der Länder- und Gemeindeertragsanteile an den gemeinschaftlichen zur Anwendung gelangenden Schlüssel entspringt keiner übergeordneten, geschlosse- nen Konzeption. Sie ist Verhandlungsergebnis und durch ein hohes Maß an Komplexität und Intransparenz gekennzeichnet.