Übersicht 1 Internationaler Vergleich der Steuer- und Abgabenquoten In % des Bruttoinlandsprodukts 1990 S[~uernQuf Beilru.~t: zur Einkommen und GUter und VermöKen ~ClCtz ichc.n Ertrag Dienllltlci5tungcn Sozla.tvenichellJng Österreich 10'6 13'1 11 13'7 Belgien 16'7 11'4 1'2 15'6 Dänemark 28'S 16"2 2'0 1'5 Finnland 19'9 14'2 1'1 2'8 Frankreich 7'5 12'3 2'3 19-3 BRD 12'1 10') 1'2 13'9 Griechenland 7'4 16'7 1'7 10'4 Irland 137 15'8 1'7 n Italien 14'3 11'0 0'9 12'9 tnpan 15'1 4'1 2'8 9'2uxembur~ 20'3 118 4') 13'9 Niederlan e 14'6 11'9 1'7 16'9 Norwegen 16-1 16'4 1'3 12'1 Portugal 8'8 15'2 0'8 9'6 Spanien 10'6 9'7 1'9 12'2 Schweden 23') 14'0 20 157 Schweiz 13'0 5'8 n 10'4 Großbritannien 14'5 11'1 3'1 6'4 USA 12'9 4'9 )'2 8'8 EG') 14'1 12'8 1'9 11'5 OECD') 14'9 11'8 2'0 9'3 Q: OEcD: Revenue Stati"iCII 1965-1991, Pari, J992_ 1) UnlteWiLhleler Durchlchnitt. 13 ring ist, sind die Arbeitskosten insgesamt um 7% höher als in Österreich. Die Direktlöhne sind dort entsprechend höher, da das System der sozia- len Sicherheit aus dem allgemeinen Steueraufkommen finanziert wird. Österreich weist daher wie alle Länder, die ihren Sozialstaat überwiegend über Beiträge finanzieren, relativ hohe Lohnnebenkostensätze auf, Dazu kommt ein österreichisches Spezifikum: Da Sonderzahlungen, wie Urlaubs-, Weihnachtsgeld und Abfertigungen, in Österreich steuer- lich stark begünstigt werden, wurde deren Anteil auf Kosten der laufen- den Lohnzahlungen mehr und mehr ausgeweitet, so daß ihnen viel grö- ßere Bedeutung zukommt als im Ausland. Diese Sonderzahlungen, die im internationalen Begriffssystem Lohn- nebenkosten darstellen, werden in Österreich von den Arbeitnehmern in aller Regel als Einkommensbestandteil gesehen. In einem internationa- len Vergleich wäre es daher aussagekräftiger - abweichend vom Begriffs- system der ILO - in allen Ländern die Sonderzahlungen dem Direktlohn und nicht den Lohnnebenkosten zuzurechnen.