Nach diesem Konzept liegt der Bemessung des Entgelts für nicht geleistete Arbeit nur der regulär bezahlte Zeitlohn zugrunde, nicht aber Zuschläge und Zulagen, die vorwiegend leistungs bezogenen Charakter haben. 4. Zu dieser korrigierten Lohnsumme werden die Zuschläge für Überstunden-, Sonn- und Feiertags-, Nacht- und Schichtarbeit, so- wie Schmutz- und Gefahrenzulagen, die in Punkt 8 des Fragebo- gens (Anhang 3) erfaßt werden, addiert. Die sich ergebende Summe stellt den Direktlohn im Sinne der ISCLC bzw. den Lei- stungslohn nach dem Konzept der BWK, also das Entgelt für gelei- stete Arbeitszeit, dar und dient im weiteren als Bezugsbasis zur Be- rechnung der LNK-Sätze. 5. Die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall wird um den nach dem EFZG refundierten Teil reduziert. Dieser verbleibende Rest bildet zusammen mit eventuellen Krankengcldzuschüssen die Position "Krankengeld" in der Arbeitskostengliederung der BWK. Die in den Lohnnebenkostendaten der BWK ausgewiesene Ausfall- zeit enthält daher keine Krankenstände; diese sind, soweit sie nicht refundiert werden, im "Krankengeld" erfaßt. 6. Die übrigen Positionen der Lohnkostengliederung der BWK kön- nen im wesentlichen direkt dem Fragebogen (Anhang 3) entnom- men werden. Die Auswertungsmethode fUr Angestellte folgt mit Ausnahme von Schritt 5 auch diesem Muster. 3.1.2. Erhebungstechnische Probleme Die letzte Lohnnebenkostenerhebung der BWK zeigt im Bereich der Ausfallzeit eine Entwicklung, die auf erhebungstechnische Probleme schließen läßt. Die Ausfallzeiten in Prozent des Leistungslohnes, die zwi- schen 1960 und 1987 fUr Arbeiter von 9,8% auf 14,6% um schwach 5 Prozentpunkte zugenommen hatten, sind von 1987 bis 1990 sprung- haft um fast 8 Prozentpunkte auf 22,3% gestiegen.R) Die Daten der Industriestatistik des Österreichischen Statistischen Zentral amts (ÖSTAT) zeigen dagegen eine deutlich geringere Zunahme der Ausfallzeiten an, die aber mit der längerfristigen Entwicklung in vol- ler übereinstimmung steht: Nach den Daten des ÖSTAT hat der Anteil der Ausfallzeit inklusive der Krankenstandstage an der geleisteten Ar- beitszeit von 1981 bis 1990 von 18,4% auf 22,0% zugenommen, von 1987 ') Bundeskammer der Gewerblichen Wirtschaft: Die Arbeitskosten in der Industrie Österreichs 1987 und 1990, Wien, Tabellen XIV, XIVa, XIYb 15