wesenheitsstunden" bezieht, ist mit einer Fußnote versehen, die auffor- dert, die Krankenstände in die Anwesenheitszeit zu inkludieren.) Da die zeitliche Entwicklung der von der BWK erfaßten Ausfallzeiten unplausible Werte lieferte, wurde - abweichend von der bis 1987 geübten Vorgangsweise - die Rechenformel korrigiert und damit davon ausge- gangen, daß die Krankenstände in den Anwesenheitszeiten enthalten seien; die aus dem Anteil der Lohnfortzahlung an der Lohnsumme er- rechneten Krankenstände wurde also von den Anwesenheitszeiten abge- zogen. Wie der Vergleich mit den Daten des ÖSTAT zeigt, dürften auf- grund dieser Änderungen im Fragebogen in den achtziger Jahren die Ausfallzeiten in der Erhebung der BWK untererfaßt und 1990 tiber- schätzt worden sein. (siehe übersicht 2) Für diese Interpretation sprechen auch die Größenordnungen der Ab- weichungen in den Erhebungen der Bundeswirtschaftskammer und des ÖSTAT: Die BWK-Erhebung weist von 1969 bis 1987 zwischen 20 und 38 geleistete Arbeiterstunden weniger aus als jene des ÖSTAT, im Jahr 1990 aber um 137 Stunden weniger. Ein Vergleich der Entwicklung der Ausfallzeit in Prozent der geleisteten Arbeitszeit legt die Vermutung nahe, daß die Änderungen der achtziger Jahre im Fragebogen der Bun- deswirtschaftskammer, die eine genauere Erfassung der Ausfallzeiten er- möglichen sollten, von 1981 bis 1987 zu einer Untererfassung und im Jahr 1990 zu einer überschätzung geführt haben dürften. (Abbildung 1) Im Hinblick auf die dargelegte wahrscheinliche Fehlerquelle wird da- her vorgeschlagen, in der nächsten Erhebung von einer einfacheren For- mulierung auszugehen und zuerst die Zahl der bezahlten und geleisteten Arbeiterstunden zu erheben. Als Zusatzfrage soll dann nach der Art der Ausfallzeit - ob Urlaub, Feiertag, Krankenstand oder Pflegezeit etc. - gefragt werden. (Anhang 4) Zur Schätzung der Lohnnebenkosten in dieser Arbeit werden für die fraglichen Jahre 1981 bis 1990 die Ausfallzeiten des ÖSTAT herangezo- gen. Wenngleich der Zeitverlauf der Daten des ÖSTAT plausibel er- scheint, so bleiben auch hier die grundsätzlichen Probleme der Erfas- sung von Ausfallzeiten bestehen. Es stellt sich auch die Frage, ob durch die Addition der Monatswerte des ÖSTAT vergleichbare Jahressummen ermittelt werden können. 19 3.2. WIFO-Schätzung der Arbeitskosten Um Schätzungen in den Jahren zwischen den Erhebungen der Bun- deswirtschaftskammer durchzuführen, wurde vom WIFO eine alternative Methode zur Berechnung der Lohnnebenkosten entwickelt. Der größte Teil (rund 90%) der Informationen, die im Rahmen der Lohnnebenko- stenerhebung der BWK in dreijährigem Rhythmus erhoben werden, ist