Anteil in Italien (51,2%) , Belgien (51,7%) und Frankreich (52,2%) etwa gleich hoch. Umgerechnet ergeben sich daher für diese Länder (Öster- reich 90,8%) auch Lohnnebenkostensätze von 95,3% (Italien), 93,4% (Belgien) und 91,6% (Frankreich). (übersicht 7c) Für Arbeiter liegt der Anteil des Direktlohns an den Gesamtarbeitskosten in Österreich bei 51,4%; in Italien und Belgien ist der Anteil mit bei 50,3% bzw. 51,6% etwa gleich hoch; die BRD, Spanien und Portugal weisen mit Sätzen zwischen 55% und 56% merklich höhere Sätze aus und Dänemark, wo das soziale System aus dem allgemeinen Steuertopf finanziert wird, er- reicht einen Direktlohnanteil von über 83%. Für Angestellte liegt der Direkdohnanteil in Österreich bei 53,7% und damit etwa gleich hoch wie in Belgien (52,0%) und Italien (52,8%). Die BRD, Spanien und Portugal weisen Sätze zwischen 56,6% und 56,8% auf, und in Dänemark liegt der Anteil bei 83,6%. Sonderzahlungen: Dem österreichischen Anteil von 12,2% kommen nur jene von Portugal (11,5%), Griechenland (11,0 %) und Belgien (10,4%) nahe. In manchen Ländern dürften derartige Zahlungen nahezu unbekannt sein (Dänemark: 0,9%, Großbritannien: 1,4%, Irland: 1,5%). Ausfallzeitentgeltll): Hier liegt Spanien an der Spitze (12,7%), gefolgt von Dänemark (12,3%). In den übrigen Ländern macht der Prozentsatz wie in Österreich (9,6%) zwischen 9,0% (Belgien) und 11,5% (Deutsch- land, Italien) aus. Ausnahmen: Portu!?;al (6,3%) und Griechenland (7,0%). Bei Zugrunde1egung der EG-Methodik beträgt der Wert für Öster- reich 11,8%, womit es in der Mitte der EG-Staaten (praktisch !?;leichauf mit Deutschland, Italien und Großbritannien) liegt. Naturalleistungen spielen mit Ausnahme von Frankreich (0,7 %) und Griechenland (1,0%) kaum eine Rolle. Direkte Arbeitskosten: Österreich liegt hier mit 76,7% etwa in der Mitte der westeuropäischen Länder, ungefähr gleichauf mit Spanien (75,4%) und Deutschland (77,0%), aber auch mit Portugal (74,1 %), den Nieder- landen (73,7%), BeI!?;ien(71,2%) und Italien (70,9%). Arbeitgeberbeitrdge zur Sozialversicherung und Familienbeihil/en: Diese Position enthält auch das Krankenstandsentgelt bei den Arbeitern und 33 ") Der Bep;riff "Abfertigung", der in einigen Statistiken der Ausfallzeit zu~erechnet wird, wird in den meisten EG-Staaten anders verstanden als in Österreich: Dort smd in der Regel Leistunl?en gemeint, die bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses als Abgeltung der KUndigungszelt oder nicht verbrauchten Urlaubs bezahlt werden. In Österreich hat hinge- gen die Abfertigung nicht den Charakter einer Bezahlung fur nicht geleistete Arbeit, son- dern ist Entgelt, das bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses gleichsam als Treueprämie zu~ steht. Die in Österreich Ublichen Abfertigungen können daher nicht als Ausfallzeit bewer- tet werden. Zieht man dies in Betracht, so verringern sich die österreichischen Werte um 2 Prozentpunkte.