VORWORT Die Finanzierbarkeit der Staatsausgaben, die Zunahme der Staats- verschuldung und die Schwierigkeiten, konjunkturell bedingte Defi- zite wieder abzubauen, lassen den Wunsch nach einer längerfristigen Budgetorientierung und Budgetpolitik stärker werden. Viel Hoff- nung wurde im Ausland auf eine mittelfristige Finanzplanung gesetzt. Der Beirat für Winschafts- und Sozialfragen hat sich daher mit den ausländischen Erfahrungen auseinandergesetzt und die Anwendung für die österreichische Situation geprUft. Ansätze für eine mittelfri- stige Finanzplanung hat es allerdings schon auch in Österreich gege- ben; so z. B. die Erstellung zehnjähriger Investitionspläne oder auf parlamentarischer Ebene die Diskussion uber die Neugestaltung des Haushaltsrechtes. Wenn auch die Erwartungen in eine mittelfristige Finanzplanung letztlich nicht überschätzt werden sollen, da der Wunsch nach Flexibilität in politischen Entscheidungen im Wider- spruch zu längerfristigen Prioritätensetzungen stehen kann, so darf dennoch die Nützlichkeit dieses Instrumentariums fUr eine Versachli- chung der Politik nicht unterschätzt werden. Die vorlieger{cle Studie wurde von der Arbeitsgruppe Budgetpolitik erstellt. Der Beirat dankt ihrem Vorsitzenden Univ.-Prof. Dr. Karl Socher, dem stellvertretenden Vorsitzenden Dr. Fidelis Bauer, dem Geschäftsführer Mag. Erich Haas sowie den Autoren der Teilent- wUrfe, insbesondere Univ.-Prof. Dr. Alexander Van der Bellen. Christian Fes t a Vorsitzender des Beirats für Winschafts- und Sozialfragen Wien, im Juni 1981