19 keitsdauern, die in der Regel zwischen zwei und sechs Monaten lagen. Die Arbeitslosenrate in der Stichprobe (auf Tagesbasis berechnet) lag im Zeitraum August 1990 bis Juli 1991 bei 14 % (siehe Übersicht 3.5-2). Die überwiegende Mehrheit (knapp 3/4) der in Saisonbetrieben Beschäftigten war zwischen August 1990 und Juli 1991 nur bei einem Dienstgeber (oft allerdings mit Unterbrechungen) tätig; denn lediglich rund 40 % wiesen in diesem Zeitraum nur eine einzige Beschäftigungsepisode auf (siehe Übersicht 3.5-3). Nicht alle Beschäftigten in den in unserer Studie als Saisonbetriebe klassifizierten Unternehmen sind allerdings auch nur saisonal beschäftigt. Etwa jede vierte Person (25 % der Männer, 33 % der Frauen) war zum Stichtag Juli 1990 schon länger als ein Jahr in dem Betrieb beschäftigt. In einer Stichtagsbetrachtung waren mehr als 50 % der Beschäftigten auch ein Jahr zuvor bei dem selben Dienstgeber tätig, was die nicht unerhebliche Betriebsbindung saisonal beschäftigter Dienstnehmer doku¬ mentiert (siehe Übersicht 3.5-4). Ergänzen wollen wir diese Analyse über individuelle Mobilitätsmuster noch um Evidenz über "Abwanderungsmuster" von Beschäftigten aus Saisonbranchen. Diese Fragestellung wird wiederum auf der Branchenebene erörtert, wobei untersucht wird, wieviele Personen innerhalb der letzten 10 Jahre aus typischen Saisonbranchen abgewandert sind. Jeder sechste Erwerbstätige der Stichprobe war im Juli 1990 in einer der typischen Saisonbranchen Land- und Forstwirtschaft, Bauwesen und Gaststättenwesen beschäftigt; auf die "Nicht-Saisonbranchen" entfielen damit gut vier Fünftel der Gesamtbeschäftigung (siehe Übersicht 3.5-5). Die Erwerbsverläufe dieser Beschäftigten in "Nicht-Saisonbranchen" wurden nun in Hinblick auf zurückliegende Beschäftigungsepisoden in Saisonbranchen untersucht, um einen groben Eindruck branchenspezifischer Wanderungsmuster zu gewinnen. Dabei zeigt sich folgendes Bild. Innerhalb der letzten 10 Jahre waren 16.3% der Personen, die zum Stichtag kein Beschäftigungsverhältnis in einer Saisonbranche aufweisen, aus Land- und Forstwirtschaft (1 %), Bauwesen (7.6 %) oder dem Tourismus t6.1 "%) in andere Wirtschaftsklassen gewechselt (vgl. Übersicht 3.5-5). Das Ausmaß branchenübergreifender Mobilitätsprozesse zwischen saisonalen und