22 Eine branchenspezifische Disaggregation zeigt ausgeprägte saisonale Beschäftigungsfluktuationen in den Wirtschaftsklassen Landwirtschaft, Gaststät¬ tenwesen und der Bauwirtschaft; mit einigem Abstand folgen die Branchen Steine und Erden, Kunst, Unterhaltung und Sport, der Bergbau und die Rechts- und Wirt¬ schaftsdienste. Die höchsten Komponenten der saisonalen Arbeitslosigkeit fallen in den Branchen Bauwesen, Landwirtschaft, Bergbau, Gaststättenwesen, Steine und Erden, Holz und dem Verkehr an. Zwischen dem Saisonmuster von Beschäftigung und Arbeitslosigkeit besteht ein relativ starker Zusammenhang, eine perfekte Kor¬ relation ist aber nicht gegeben. Auffällig sind zum Beispiel die hohen saisonalen Beiträge zur Arbeitslosigkeit in den Wirtschaftsklassen Verkehr, öffentliche Gebietskörperschaften und Unterricht, hingegen ist die Beschäftigung in diesen Branchen infolge großer stabiler Beschäftigungssegmente saisonal relativ wenig fluktuierend. Eine Analyse unterjähriger Beschäftigungsschwankungen auf einzelbetrieblicher Ebene bestätigt zwar im Großen und Ganzen die zuvor skizzierten Branchenstruk- turergebnisse, sie zeigt aber auch eine nicht unerhebliche Heterogenität innerhalb der einzelnen Branchen auf. Insgesamt wurden rund 20 Prozent der Stichproben¬ betriebe als Betriebe mit saisonal fluktuierender Beschäftigung klassifiziert; ihr Beschäftigungsanteil lag bei 8.5 Prozent. Festzuhalten bleibt allerdings, daß selbst in den typischen Saisonbranchen Bau bzw. Gaststättenwesen Betriebe mit nicht signifikant ausgeprägten saisonalen Beschäftigungsmustern in der Mehrzahl blieben. Der Großteil der Saisonbetriebe entfällt, wie zu erwarten, auf das Gaststättenwesen, das Bauwesen und die Landwirtschaft; überdurchschnittlich vertreten ist auch der Handel, dann folgen die Wirtschaftsklassen Verkehr, Metalle, die Rechts- und Wirtschaftsdienste, Holz, sowie Kunst, Unterhaltung und Sport. Die Beschäftigungsanteile zeigen ein ähnliches Bild; rund 35 Prozent der in Saisonbetrieben beschäftigten Arbeitnehmer sind im Gaststättenwesen tätig, etwa 17 Prozent im Bauwesen; hohe Anteile weisen weiters der Handel, die Rechts- und Wirtschaftsdienste sowie der Verkehr auf. Saisonbetriebe sind im allgemeinen kleiner, sie beschäftigen überdurchschnittlich mehr Arbeiter, Ausländer, und sie weisen einen höheren Anteil an jüngeren Beschäftigten auf; nicht überraschend liegt damit auch die Durchschnittsentlohnung niedriger. Rund ein Drittel der Saisonbetriebe wurde .regelmäßig temporär stillgelegt, d.h. daß jedes Jahr zumindest ein Monat lang kein Arbeitnehmer beschäftigt wurde. Im