- 36 - mensteuergesetzes6 zusammengefaßt. Haushalte mit diesem Einkunfts¬ schwerpunkt standen in der Hierarchie der Durchschnittseinkommen 1956 an unterster und 1972 immer noch mit großem Abstand zu den Arbeitnehmerhaushalten an vorletzter Stelle. Eine Aufgliederung der Haushalte mit schwerpunktmäßigen Besitz¬ einkünften existiert nur für das Jahr 1956. Bei knapp über 2000 Haus¬ halten bildeten Einkünfte aus Kapitalvermögen die wichtigste Ein¬ kunftsart. Diese Haushalte hatten ein Durchschnittseinkommen, das jenem der freien Berufe am nächsten kam. Sie entsprechen noch am ehesten dem früher viel zahlreicher anzutreffenden Typus des wohlha¬ benden Rentiers. Die beiden restlichen Besitzeinkommenstypen fallen mit ihren Durchschnittseinkommen in sehr niedrige Einkommensbe¬ reiche. Tshpl "] O Besitzeinkünfte 1956 durchschnittliches Schwerpunktm&ßige Zahl der Fälle Jahreseinkommen Einkunftsart je Fall in S Kapitalvermögen 2.021 56.122 Vermietung und Verpachtung 9.064 11.446 Sonstige Einkünfte 5.157 21.241 Insgesamt 18.262 20.115 Quelle: Einkommensteuerstatistik 1956 Da die Steuerstatistiken keine geeigneten Vergleichszahlen für die Einkommen der Arbeitnehmerhaushalte enthalten, mußte diesbezüg¬ lich auf die Daten der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung zurück¬ gegriffen werden. Das Durchschnittseinkommen je Arbeitnehmerhaus¬ halt errechnet sich aus der Bruttolohn- und Gehaltssumme, vermindert um jene Lohneinkünfte, die laut Einkommensteuerstatistik Haushalten mit schwerpunktmäßigen Nichtlohneinkommen zufließen, vermehrt um jene Nichtlohneinkommen, die laut Einkommensteuerstatistik schwerpunktmäßigen Arbeitnehmerhaushalten zufließen. Das so er¬ rechnete Durchschnittseinkommen je Arbeitnehmerhaushalt ist inso¬ fern noch zu niedrig, als Nichtlohneinkommen in unbekannter Höhe (v. a. Zinsen!), die Arbeitnehmerhaushalten zufließen, aber von der Einkommensteuerstatistik nicht erfaßt werden, nicht berücksichtigt sind. Obwohl solche Nebeneinkommen überproportional gestiegen sind, sind sie wohl nach wie vor bezogen auf die gesamte Lohnsumme von ganz untergeordneter Bedeutung und würden das Durchschnitts¬ einkommen nur geringfügig beeinflussen. Die geringfügige Untererfassung der Arbeitnehmerhaushaltseinkom¬ men, wie sie aus der dargelegten Berechnungsmethode resultiert, wird vermutlich überkompensiert durch die UnVollständigkeit der Erfas¬ sung der Selbständigenhaushaltseinkommen, da Nebeneinkünfte, v. a.