3Ein Vergleich der wichtigsten makroökonomischen Indikatoren zeigt, daß diese Ent¬ wicklung nur im Fall Irlands durch ein stärkeres Wirtschaftswachstum erklärt werden kann. Das Beispiel dieses Landes zeigt, daß kräftiges Wirtschaftswachstum zu einer markanten Beschäftigungszunahme führt. Die aufgrund spezifischer Faktoren be¬ sonders hohe Elastizität des Arbeitskräfteangebots hat jedoch dazu geführt, daß sich die Beschäftigungszunahme auch nicht annähernd in einer entsprechenden Ab¬ nahme der Arbeitslosenrate niedergeschlagen hat. Zur Stabilität und Nachhaltigkeit des Wachstums in Irland hat auch die sozialpartner¬ schaftliche Konzertierung beigetragen. Die Absenkung der Staatsquote, des Budget¬ defizits und der Staatsschuldenquote ist in erster Linie als Folge des hohen Wirt¬ schaftswachstums zu sehen. Der dadurch für Steuersenkungen gewonnene Spiel¬ raum wurde und wird auch 1997 dazu genutzt, neue Impulse für weiteres Wachstum zu geben, also einen "virtuous circle" weiter aufrecht zu erhalten. Tabelle 2: BESCHÄFTIGUNGSINTENSITÄT DES WACHSTUMS 1986/90 1991/95 Irland 0,22 0,3 Holland 0,61 0,43 Dänemark 0,21 -0,2 Österreich 0,23 0,15 EU 15 0,39 -0,42 Holland hatte in den letzten 10 Jahren (1986/95) ein etwa gleich starkes Wirtschafts¬ wachstum wie Österreich, Dänemark in der zweiten Hälfte der achtziger Jahre noch ein deutlich schwächeres. Die Beschäftigungsintensität des Wachstums gibt an, um wieviel die Beschäftigung pro Prozent BIP-Wachstum zunimmt, wobei sinnvollerweise Mehrjahresperioden zu betrachten sind. Die Beschäftigungsintensität ist naturgemäß unterhalb der