Mrd. S)88) erstmals wieder das Niveau von 1961 (8'6 Mrd. S). Der Anteil erreichte wieder 20% (1961: 25%, 1967: 15'6%). In den Jahren 1950 bis 1959 erfolgte ein forcierter Ausbau der östeneichischen Industrie, der zum Teil mit Hilfe der in beträcht- lichem Ausmaß zur Verfügung stehenden Marshallplangelder finanziert wurde. In dieser Periode wurden große Investitions- vorhaben, z. B. in der Eisen- und Stahlindustrie, in der chemischen Industrie und in der Papierindustrie, zum Teil unter Neugründung von Firmen, durchgeführt. Diese Entwicklung lief gegen Ende der Periode aus. Die Investitionstätigkeit in der Industrie stabilisierte sich auf einem hohen Niveau. Mangels ins Gewicht fallender Neu- investitionen und Kapazitätserweiterungen fiel aber der Wachstums- trend weg. Große industrielle Investitionsvorhaben wurden nur noch selten durchgeführt. Aus den Erhebungen des Investitionstests des Instituts für Wirtschaftsforschung geht hervor, daß der über- wiegende Teil der Investitionsaufwendungen der Industrie in den sechziger Jahren für Rationalisierungsinvestitionen und nur ein geringer Prozentsatz für Kapazitätserweiterungen verwendet wurde. Erst zuletzt hat sich hier ein Wandel gezeigt. Verschiedene große Investitionsvorhaben wurden in Angriff genommen. Diese Projekte scWugen sich erstmals in den Investitionen 1969 nieder, die das Vorjahresniveau um 23% überstiegen. Die Stagnation der Industrieinvestitionen im größten Teil der sechziger Jahre ist in erster Linie auf die geringere Investitions- tätigkeit der Grundstoffindustrie (1962/67 gegenüber 1956/61 -649 Mil!. S oder 3'3%) zurückzuführen. Der überwiegende Teil dieses Rückgangs geht zu Lasten der Bergwerke, der eisenerzeu- genden, der Gießerei- und der Metallindustrie (-3 Mrd. S oder 50%) und der Erdölindustrie (-943 Mill. S oder 30%). Während die Ursache des Investitionsrückganges in der Erdälindustrie auf das Auslaufen großer Investitionsvorhaben und auf die Verzögerung bei der Inangriffnahme neuer Investitionen zurückzuführen ist, ist die wesentlich schwächere Investitanstätigkeit der anderen Industrie- gruppen eine Folge der bekannten Schwächen der Eisen- und StaWindustrie, der Bergwerke (BraunkoWenbergbau, Erzberg) und der Metallindustrie. Von den übrigen, zur Grundstoffindustrie zu zäWenden Industriezweigen weist die chemische Industrie eine Zunahme der Investitionstätigkeit um 1.271 Mill. S oder 30% 'S) Vorl/lu.fig. 30