47 vennitteln, um damit die Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Das Weiterbildungssystem sollte so weit als möglich in Fonn von Modulen ange- boten werden, die sich zu Ausbildungsblöcken zusammensetzen und in die traditionelle Bildungshierarchie eingliedern lassen. Was den Zugang von Nicht~Maturanten zu postsekundären Bildungsange~ boten betrifft, plädiert der Beirat fUr die rasche Umsetzung der politischen Ei- nigung zur "Berufsreife". Die Integration der dualen Berufsausbildung in das Bildungssystem wurde bereits dadurch gefördert, daß die Berufsschule fonnal in die Sekundarstufe integriert wurde. 2.1.6. Weiterbildung zwischen unmittelbarer Verwertbarkeit und Transferierbarkeit Für die Weiterbildung muß ein Komprorniß zwischen zwei widersprüchli- chen Anforderungen gefunden werden. Weiterbildung ist unmittelbar und kurzfristig dann am erfolgreichsten, wenn sie fUr einen konkreten Arbeitsplatz erfolgt. Andererseits sollten in der Weiterbildung transferierbare Qualifikatio- nen (z. B. Fremdsprachen- und EDV-Kompetenz) vennittelt werden, die viel- leicht noch nicht unmittelbar eingesetzt werden können, aber die Vorausset- zung für künftige wirtschaftliche und technische Entwicklungen darstellen. Die Unternehmen sind grundsätzlich an der Weiterbildung rur unmittelbar verwertbare Fähigkeiten interessiert. Der Bildungsauftrag der Schule kann je- doch sinnvollerweise nicht auf die Vennittlung unmittelbar beruflich verwert- barer Qualiftkationen beschränkt werden. Die Weiterbildung ist ein Anliegen der Unternehmen und der Erwerbstäti- gen, das in der Regel eigenverantwortlich ohne staatlichen Einfluß wahrge- nommen wird. Das Angebot der Weiterbildung orientiert sich auch weitgehend an den betrieblichen Erfordernissen, der Arbeitsmarktpolitik kommt dabei eine flankierende und unterstützende Rolle zu. Gerade vor dem Hintergrund einer wachsenden Bedeutung der beruflichen Weiterbildung ergibt sich nicht zuletzt die Notwendigkeit einer Neubetrach- tung der Lehrpläne in den Schulen. Die Gründe fUr erforderliche Beschrän- kungen in der Erstausbildung sind vielschichtig. Zu nennen sind u. a. die Ge- fahr einer inhaltlichen und zeitlichen Überfrachtung. Die Vorstellungen von "Allgemeinbildung" sind einer grundlegenden Re- vision zu unterziehen. Eine modeme Berufsausbildung ist u. a. von der Ver- mittlung von Schlüsselqualifikationen abhängig. In diese Richtung ging in den letzten Jahren die Anwendung von Infonnationstechnologien, die Forcierung des Fremdsprachenunterrichts und die EinfUhrung schulautonomer Bestim- mungen. Die berufliche Weiterbildung kann dann unmittelbar an schulisch er- worbene Grundkenntnisse anknüpfen. 2.1.7. Berufsinformation Eine Grundvoraussetzung für eine effiziente Ausbildungspolitik ist die fundierte und umfassende Berufsorientierung der Jugendlichen sowie die In-