steIß Beschllftigungszuwächse zu elWarten sind, und andererseits andere Aspekte betreffend industrierelevante Standortfragen bzw. darüber hinausge- hende Maßnahmen der Wirtschaftspolitik bereits in anderen Studien ("Wirt- schaftsstandort Österreich"; Sozialpartner-Übereinkommen "Maßnahmen für eine beschäftigungspolitische Offensive") behandelt wurden. 2.3. J. Beschtiftigungspotentiale bei wirtschaftsnahen Dienstleistungen Der Sektor der wirtschaftsnahen Dienstleistungsanbieter birgt ein besonde- res Wachstumspotential hinsichtlich Wertschöpfung und Beschäftigung. Schätzungen zeigen einen etwa zehnprozentigen Zuwachs bei Beschäftigung und Output sowohl in den achtziger Jahren als auch in der ersten Hälfte dieses Jahrzehnts. Nur ein geringer Teil des Beschäftigungszuwachses ist dabei auf Auslagerungen von Dienstleistungen aus Industrieunternehmungen zurUckzu- führen (IWI-Studie "Industrienahe Dienstleistungen", 1996) Allerdings kann das Potential wirtschaftsnaher Dienstleistungen nur genutzt werden, wenn die Nachfrage auch kompetent befriedigt werden kann. Öster· reich hätte sowohl nachfrage· als auch angebotsseitig ein hohes Potential in diesem Sektor. Der Beirat sieht neben der geringen Betriebsgröße, mangelnder Kooperati- on und geringer Internationalisierung insbesondere wettbewerbsbeschränkende Regelungen, die dem Ausschöpfen des gegebenen Potentials dieses Sektors entgegen stehen und empfiehlt daher, folgende Maßnahmen zu Uberdenken: Libemlisierung des Berufszuganges; Aufbruch der wettbewerbsfeindlichen Honorarordnungen bei Rechtsan- wälten und Zivilingenieuren; Aufhebung des Werbe· (Wirtschaftsanwälte), Assoziations- (zwischen Zivilingenieuren, Wirtschaftsanwälten und Wirtschaftstreuhändem) und Zusammenarbeitsverbots von Selbständigen (freie Berufe) mit Gewerbe- treibenden in gewerblichen Unternehmen; - Aufhebung des Verbots zur GrUndung von Kapitalgesellschaften bei Wirtschaftsanwälten. - Darüber hinaus sind immaterielle Investitionen (z. B. Engeneering, Con- sulting) in den Förderprogrammen zu berUcksichtigen 2.3.2. Beschttjtigungswirkungen neuer Kommunikationstechnologien Eine hochleistungsfilhige Telekommunikations·Infrastruktur und die Förde- rung der vielftlltigen Anwendungsmöglichkeiten moderner Kommunikation- stechnologien in allen Wirtschafts bereichen wird ein wesentlicher Faktor fUr eine positive Beschäftigungsentwicklung sein, wenngleich die ehrgeizigen quantitativen Ziele des Berichts der Europäischen Kommission auch unter günstigsten Voraussetzungen nicht ganz erreicht werden dürften. 55