79 ger Jahre), fUr die oberen Randjahre wird allerdings ähnlich wie bei den Män- nem mit einer Anhebung der Erwerbsquoten gerechnet. Nach Übertragen der geschätzten Erwerbsquoten auf die Bevölkerungspro- gnose ergibt sich ein Anstieg des Arbeitsangebots der Frauen von derzeit 1,582.300 (1995) auf 1,745.900 im Jahre 2015 und ein leichter Rückgang auf 1,738.000 bis zum Jahr 2020. Diesen Berechnungen zufolge wird die Zahl der Erwerbspersonen von der- zeit 3,700.000 auf 3,973.500 bis zum Jahr 2015 ansteigen und danach leicht auf 3,945.500 bis 2020 sinken. In der zweiten Hälfte der neunziger Jahre dürften die dämpfenden Faktoren in der Entwicklung der Erwerbsbeteiligung noch durchschlagen, so daß die Zahl der Erwerbspersonen zunächst nur schwach und erst ab 2000 verstärkt steigen wird. 7. Strukturwandel und Beschäftigung im Dienstleistungssektor Die Beschäftigungsstruktur der hochentwickelten Industrie länder war in den letzten Jahrzehnten durch beständige Anteilsverschiebungen zugunsten des Dienstleistungssektors gekennzeichnet. Österreich liegt gegenwärtig noch hinter den Spitzenreitern in dieser Entwicklung zurUck, so daß manche Beob- achter große Entwicklungschancen in der Dienstleistungsbeschäftigung orten. Gleichzeitig allerdings limitieren die Bemühungen zur Begrenzung der Staats- verschuldung eine weitere rasche Ausdehnung der Beschäftigung im öffentli- chen Sektor, und auch manche bislang eher geschützte Dienstleistungsbereiche sehen sich im Zuge von EU-Integration und Ostöffnung mit verschärften Kon- kurrenzbedingungen konfrontiert. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage nach dem mittelfristigen Beschäftigungspotential, aber auch der Produktivi- tätsentwicklung im Dienstleistungssektor der österreichischen Wirtschaft mit neuer Aktualität. 7.1. ProduktivitAtsentwicklung Die Arbeitsproduktivität im österreichischen Dienstleistungssektor stieg zwar während der letzten Jahrzehnte erheblich, dieser Produktivitätsfortschritt blieb aber hinter jenem in der Sachgüterproduktion zurUck. Die Differenz der Wachstumsraten verringerte sich in den achtziger Jahren gegenüber den sech- ziger und frUhen siebziger Jahren, da die Verlangsamung des Produktivitäts- fortschritts in der Sachgüterproduktion ausgeprägter war als im Dienstlei- stungssektor . Die Zunahme der Arbeitsproduktivität ist in den einzelnen Bereichen des Dienstleistungssektors stark unterschiedlich. Baumol differenziert je nach tat- sächlichem oder potentiellem Verlauf des Produktivitätstrends drei Kategorien der Dienstleistungen, wobei er insbesondere auf die Möglichkeiten der Stan- dardisierung und der Anwendung technischer Verfahrensinnovationen abstellt: "Progressive" Dienstleistungen: Hier ist direkter Kontakt zwischen Pro- duzenten und Konsumenten kaum erforderlich. Standardisierung und im