voraussichtlich 3.500 bis 4.000 Studierenden ihre Arbeit aufgenommen haben, sind diese Forderungen weiterhin aktuell, wobei besonders darauf hinzuweisen ist, daß noch zuwenig (derzeit 7) Studiengänge fUr Berufs- tätige existieren bzw. Höherqualifizierungsmaßnahmen fUr bereits länger einschlägig berufstätige BHS-AbsolventInnen nicht vorhanden sind. - Im Bereich der Hochschullehrgänge, die in der Regel am Abend stattfin- den, ist eine deutliche Ausweitung - die allerdings völlig unkoordiniert verläuft - zu verzeichnen. Ferner ist darauf zu verweisen, daß nunmehr auch fUr Kollegs und Akademien ein Zugang über eine Form der Stu- dienberechtigungsprUfung möglich ist. Eine Koordination mit der Stu- dienberechtigungsprüfung fUr die Universitäten ist jedoch nicht erfolgt. - Die Forderung aus beiden Beiratstudien nach Studienreform zur raschen Erneuerung der Studien, Verbesserung der Praxisnahe und VerkUrzung der Studienzeiten ist nach wie vor aufrecht. Ob die erfolgte Reform der technischen Studienrichtungen dieser Zielvorgabe entspricht, ist beim derzeitigen Informationsstand nicht zu klären. Im Hinblick auf eine ge- nerelle Studienreform ist das Begutachtungsverfahren zum neuen Uni- versitätsstudien-Gesetz abgeschlossen. Unter dem Blickpunkt Weiterbil- dung ist anzumerken, daß auf die besonderen Bedürfnisse berufstätiger Studierender (Studien angebot, Infrastruktur, soziale Absicherung) und die Weiterbildungs-Aufgabe der Universitäten in beiden Studien kaum bzw. gar nicht eingegangen wird. Nun liegt ein neuer Beamtenentwurf zum Universitätsstudiengesetz vor. 1.3. Zur Situation im WelterbiIdunesbereich Ein typisches Kennzeichen des Weiterbildungsbereichs in Österreich ist der Anbieterpluralismus, wobei hier folgendermaßen differenziert werden kann: Extern - Die Gebietskörperschaften (vor allem Bund/Länder) und die von ihnen finanzierten Bildungseinrichtungen (z. B. Universitäten, berufsbildendes Schulwesen) -AMS - Interessenvertretungen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer - Sonstige (private) gemeinnützige Träger - Private kommerzielle Bildungsträger - Betriebe - Kundenschulung - Kommerzielle Trainer- und Beratergruppen Intern (fUr Eigenbedarf) - Die Betriebe (Personal/Bildungsabteilungen, Kundenschulungszentren) - Die Gebietskörperschaften (z. B. Verwaltungsakademie) - Die Interessenvertretungen und andere öffentlich-rechtliche Institutionen 93