Sie sollten nicht nur Maturantlnnen offenstehen, sondern auch von Stu- dieninteressentInnen mit beruflicher Qualifikation in Anspruch genom- men werden können. 2.5. HöherquaUßzlerung von Berufstlltll:en zur Erlanl:ung von Fachhochsch uldiplom en Kennzeichnend fUr das Studien angebot an herkömmlichen Universitäten ist die Funktion der "wissenschaftlichen Berufsvorbildung" mit einem hohen Theorieanteil und vergleichsweise geringer Praxisorientierung. Damit verbun- den ist das Selbstverständnis der Universitäten, im Studium eine möglichst umfassende Abbildung der jeweiligen Studienrichtung zu vermitteln, wodurch relativ lange Studienzeiten entstehen. Aufgrund der in mehrfacher Hinsicht nachteiligen Rahmenbedingungen universitärer Studienangebote sah sich der Gesetzgeber veraniaßt, einen neuen Typ der tertiären Ausbildung in Form der Fachhochschul-Studiengänge ein- zurichten, die sich grundlegend von den Universitäten unterscheiden: - Für ihre Anerkennung war es erforderlich, einen hinreichenden Bedarf von seiten des Arbeitsmarktes wie von seiten der Studien interessen tln- nen nachzuweisen. - Auch berufsbegleitende Studiengänge waren vorgesehen. - Der Bund sollte nicht als Erhalter auftreten, sondern diese Rolle sollte von anderen Einrichtungen wahrgenommen werden. Die Bundesflnanzierung ist grundsätzlich inskriptionsorientiert, wobei der Bund einen erheblichen Anteil der Studienplatzkosten übernimmt. - Steuerungselemente zur Qualitlltssicherung der Lehre waren vorgesehen. Obwohl die Hörerlnnenzahlen im Fachhochschulbereich auch mittelfristig lediglich eine Minderheit aller Studierenden bilden werden, ist anzunehmen, daß die FH-Absolventenzahlen weitaus schneller wachsen werden und eine deutlich spürbare Konkurrenz am Akademiker-Arbeitsmarkt darstellen wer- den. Schon in der Startphase konnten die FH-Studiengänge Erfolge verbuchen: Die Zahl der Studiengänge konnte im zweiten Jahr bereits von 10 auf 20 ver- doppelt werden und die Zahl der Studierenden lag zu Beginn des Winterse- mesters 1995/96 bereits bei 1.756. Im dritten Jahr sind mindestens weitere ll Angebote neu hinzukommen. Das Vorhaben, nicht nur öffentliche, sondern auch private Sponsoren fUr den neuen Hochschulsektor zu gewinnen, konnte hingegen bislang nur in beschränktem Umfang realisiert werden. Für die Weiterentwicklung des FH-Bereichs ist in erster Linie der "Entwicklungs- und Finanzierungsplan fUr den FH-Bereich" des Wissen- schaftsministeriums aus dem Jahr 1994 maßgeblich, weil dieser Rahmenbe- dingungen vorgibt. Der Fachhochschulrat sah sich veran Iaßt, sein Arbeitsprogramm fUr Aner- kennungen bereits fUr das Studienjahr 1996/97 schwerpunktmäßig auf berufs- 100