Initiierung entsprechender, als besonders vordringlich erachteter FH- Studiengänge fUr Berufstätige durch den Bund und Sozialpartner. - DurchfUhrung eines Forschungsprojektes zur Bestimmung der Voraus- setzungen, Hemmnisse und Realisierungsmöglichkeiten entsprechender FH-Studiengänge fUr Berufstätige in Österreich. - Festlegung der Prioritäten fUr entsprechende FH-Studiengänge fUr Be- rufstätige im Rahmen des Entwicklungs- und Finanzierungsplans des BMWVK. 2.6. Vorbedtn2un2en der beruflichen Weiterbildung Insbesondere fUr die Gruppe der "weiterbildungs fernen" Erwerbstätigen sollen die hemmenden Faktoren wie geringe fonnale Vorbildung, Zeitbudget, Kosten der Weiterbildung und unzureichendes regionales Angebot überwun- den werden. Weit mehr als in der Vergangenheit hat der Staat über seine Gebietskörper- schaften die Verantwortung dafUr zu tragen, daß Weiterbildung umfassend an- geboten wird und tatsächlich auch in Anspruch genommen werden kann. Es sind Initiativen zu setzen, um auf Subjekt- oder Objektförderungsbasis und nicht in erster Linie durch eigene Angebote die Möglichkeit einer Weiterbil- dungsteilnahme sicherzustellen, insbesondere auch fUr Personengruppen, die einen erschwerten Zugang zu Weiterbildungsangeboten haben bzw. fUr jene Themenbereiche, wo kein hinreichendes Angebot besteht. Dem Lernwilligen soll die Chance geboten werden, mittels entsprechender Standards einen (lem)ökonomischen Zugang zu den individuell gesteckten Qualifikationszielen oder, wenn dies als unmittelbarer Zusammenhang vorge- sehen ist, zu beruflichem Aufstieg zu erlangen. Veränderungen, wie sie der Markt mit sich bringt, sollen durch Festlegung von Berechtigungen durch Bil- dungsgänge nicht gehemmt und die Qualifizierung fUr neue technische, wirt- schaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen nicht verzögert werden. An- dererseits muß sichergestellt sein, daß die Transferierbarkeit von nachweislich erworbenen Qualifikationen am Arbeitsmarkt im Rahmen dieser notwendigen Flexibilität möglich ist. Als Beitrag zur "Kundennähe" muß das Weiterbildungsangebot in einer klaren Produktbeschreibung dargestellt werden. Angaben wie Zielgruppen, Lernziele, Inhalte, erforderliche Einstiegsqualifikationen, Methoden des Arbei- tens und Lemens, Dauer, Zeitplan, Kosten, Unterlagen, Zusammenhang mit anderen Lernsequenzen oder Bildungsveranstaltungen, intendierter umsetzba- rer Nutzen, Räumlichkeiten und Ausstattungen sollen den Infonnationsstan- dard bilden. Standard bedeutet in diesem Zusammenhang, daß nicht unter gleichem Namen Andersartiges angeboten und "verkauft" werden soll. Durch flächendeckende Bildungsinfonnation und Bildungsberatung soll dem Interessenten eine Übersicht über die aktuellen Möglichkeiten der beruf- lichen Weiterbildung geboten werden. 102