- Erarbeitung von Infonnationsunterlagen zur beruflichen Weiterbildung fUr die Beratung der Nachfrager und Anbieter auf den regionalen Wei- terbildungsmärkten 3. Qualiflzierune von Arbeitslosen und von Personen, die unmittelbar von Arbeitslosiekeit bedroht sind 3.1. VerAnderung des Arbeitsmarktes und der Berufswelt Die fUr 1995 und darüber hinaus prognostizierte Arbeitsmarktentwicklung läßt erkennen, daß trotz Wirtschaftswachstum die Beschäftigungsprobleme nicht automatisch gelöst werden. Wirtschaftswachstum kann zwar zusätzliche Arbeitsplätze schaffen, eine streng lineare Kausalität ist jedoch nicht mehr ge- geben. Deutlich mehr als die Hälfte des erwarteten Wachstums wird in Pro- duktivitätssteigerungen fließen, was zwar die Wettbewerbsposition Österreichs verbessert, aber die Arbeitsplatzlücke kaum verändert. Nun kann die Arbeitsmarktpolitik, ungeachtet der ArbeitsplatzlUcke, den Arbeitsmarkt sicher auch nachfrageseitig wirksam beeinflussen. Dabei fällt Qualifizierungsmaßnahmen eine wesentliche Aufgabe zu. Qua- lifizierung ist aber nicht nur als eine kurzfristig wirksam einsetzbare Maßnah- me der Arbeitsmarktpolitik zu sehen. Sie ist auch eine Schlüsselstrategie rur die Anpassung der Beschäftigten an längerfristige und einschneidende Verän- derungen der Arbeitsmärkte. Die pennanent erforderliche Anpassungsfllhig- keit an veränderte Arbeitsplätze werden zu neuen Schlüsselbereichen der be- ruflichen Bildung und Sozialisation. Von den kurz- wie längerfristig erforder- lichen Veränderungen der Arbeitswelt sind unterschiedliche Gruppen von Ar- beitskräften sehr unterschiedlich betroffen. 3.2. Zu den Problemgruppen Im folgenden werden jene Zielgruppen berücksichtigt, die als arbeitsmarkt- politische "Problemgruppen" definiert werden können. Damit ist gemeint: "schwer vennittelbar", qualifizierungsbedürftig, anfällig tur lange oder wie- derholte Verweil dauer im Leistungsnetz des AMS. 3.2.1. Langzeitarbeitslose Selektionsmechanismen am Arbeitsmarkt bewirken, daß - bei anhaltendem Defizit an Arbeitsplätzen - Langzeitarbeitslosigkeit zunimmt. Insbesondere sind folgende quantitativ bedeutsame Gruppen einem erhöh- ten Risiko, von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen zu sein, ausgesetzt: Arbeitslose in höherem Lebensalter Arbeitslose mit gesundheitlichen Einschränkungen 106