113 Insolvenzenstiftung Hier handelt es sich um Arbeitsstiftungen, die im Gefolge von Insolvenzen gegründet werden und durch den Ausfall der Unternehmensseite gekennzeich- net sind. Die fehlenden Ressourcen müssen daher von außen aufgebracht und zur Verfllgung gestellt werden; die materiellen Ressourcen durch Förderun· gen, die organisatorischen erforderlichenfalls durch ein externes Management. Branchenstiftung Kommt es in einer Branche ~ etwa aufgrund von Strukturverll.nderungen ~ zu einem generellen Beschll.ftigungsrückgang, können Arbeitgeber- und Ar- beitnehmerseite eine auf die gesamte Branche oder auch eine auf bestimmte Regionen begrenzte Arbeitsstiftung ftlr sll.mtliche betroffenen Arbeitnehmer- Innen (kollektivvertraglieh) vereinbaren. Regionalstiftung Die Regionalstiftung kann zum Einsatz kommen, wenn mehrere Unterneh- men einer Region einen Personalabbau vornehmen. Neben den betrieblichen Problemen tritt hier die regionalpolitische Komponente in den Vordergrund. Für die Realisierung müssen nicht nur die Unternehmen und die Sozialpartner, sondern auch die politischen Mandatare der betroffenen Region aktiv einge- bunden sein. 3.4.2. Vorteileder Arheitsstiftungen - Bündelung bewährter arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen zur Wieder- eingliederung Arbeitsloser in der Arbeitsprozeß - soziale Absicherung der Arbeitslosen während des umfassenden Requa- lifizierungsprozesses durch Verlängerung der Bezugsdauer des Arbeits- losengeldes (grundsätzlich um drei Jahre; bei längerer Ausbildungsdauer und bei Personen, die das 50. Lebensjahr vollendet haben, bis zu vier Jahre) und Gewährung eines monatlichen Stipendiums individuell sowie arbeitsmarkt- und regionalpolitisch abgestimmte Qua- lifizierungsmaßnahmen planmäßige Abwicklung von Betriebsschließungen, Betriebssanierungen und betrieblichen Umstrukturierungen 3.4.3. Weiterentwicklungder Arbeitsstiftungen Aufgrund der arbeitslosenversicherungsrechtlichen Rahmenbedingungen sowie eines nicht unbeträchtlichen finanziellen Mitteleinsatzes sind Arbeitsstif-