150 lungs- und Stellenbesetzungserfolg ansetzen und auch zur Venneidung von Langzeitarbeitslosigkeit dienen sollen. Als besonders nUtzliches Instrument der Verbindung von Arbeitsvennitt- lung und Qualifizierung haben sich die Arbeitsstiftungen bewährt und auch international Beachtung erlangt. Die Beziehungen zwischen AMS und Arbeit- nehmern mUssen dabei nach dem "Prinzip der Vertraglichkeit" gestaltet wer- den. Diese Fonn der Zusammenarbeit zwischen AMS und Arbeitnehmern be- steht in der Leistung des AMS, Beratung z. B. VennittlungsunterstUtzung und Leistung des Arbeitslosengeldes (Notstandshilfe und gegebenenfalls auch eine Förderung) anzubieten und zu gewährleisten. Die Gegenleistung und Ver- pflichtung des Arbeitnehmers besteht darin, bei diesem Programm aktiv und verbindlich mitzuarbeiten; entzieht sich der Arbeitnehmer dieser Verpflich- tung, so hat er als Konsequenz Serviceeinschränkungen z. B. Sanktionen nach dem AIVG in Kauf zu nehmen. 3. Qualifizierung Durch die im Zuge der Mitgliedschaft Österreichs bei der EU mögliche In- anspruchnahme von Mitteln aus dem Europäischen Sozial fonds (ESF) können verstärkt neue Maßnahmen gesetzt werden, die eine zukunftsorientierte An- passung der Qualifikation von Beschäftigten erwirken. Bei den Maßnahmen zur Qualifizierung sollten die Vennittlung und das Training von SchlUsse 1- qualifikationen verstärkt Einzug in das Repertoire der Arbeitsmarktschulungen halten. Maßnahmen zur beruflichen Weiterbildung von Arbeitslosen sollten darUber hinaus verstärkt evaluiert, nach qualitativen Kriterien sowie nach Chancen auf Wiederbeschäftigung und Kosteneffizienz UberprOft werden. Um einerseits den Stellenmarkt, andererseits das Angebot an Qualifizierungsmaß- nahmen transparenter zu machen, sollte es schließlich zu einer verstärkten Vernetzung zwischen AMS und Betrieben einerseits sowie zwischen beste- henden Weiterbildungseinrichtungen andererseits kommen. 4. ProbIema:ruppen Ein bedarfsorientiertes Service impliziert die zielgruppenspezifische Be- treuung der Arbeitsuchenden. Dies bedeutet auf einem zunehmend segmentier- ten Arbeitsmarkt eine besondere BerOcksichtigung jener, die eingeschränkte Zugangschancen zum Arbeitsmarkt haben, wie beispielsweise viele Frauen, Ältere, Behinderte z. B. generell Langzeitarbeitslose und entspricht auch dem expliziten Auftrag des Arbeitsmarktservicegesetzes. FUr die Zielgruppe der älteren Arbeitnehmer wurde ein sogenanntes Bo- nus/Malus-System eingerichtet, welches durch finanzielle Incentive- bzw. Dis- incentivewirkungen die Einstellung bzw. KUndigung solcher Arbeitskräfte im Sinne eines höchstmöglichen Beschäftigtenstandes zum Ziel hat. Weiters wur- de ein erganzendes Sonderprogramm für Langzeitarbeitslose implementiert, welches den Betrieben Einstellungsbeihilfen In finanzieller Form gewahrt. Auch tur die Zielgruppe der Frauen wurden Innovationen gesetzt, so z. B. eine