Verbesserung der Lehrstellenförderung ftlr Mädchen in Berufen mit geringem Frauenanteil sowie eine "Weiterbildungsoffensive" ftlr Wiedereinsteigerinnen nach Berufsunterbrechung wegen Kinderbetreuung. 5. Öffentliche Beschliftlgungslnitlativen In einigen Regionen wurden bereits gemeinnützige Arbeitskräfteüberlas- sungen eingerichtet. Für Langzeitarbeitslose könnten darüber hinaus neue Modelle einer Kombination von Sozialtraining (etwa in Form einer Beschtifti- gungsgesellschaft) und hegleitender Qualifizierung entwickelt werden. Dieser "sekundäre Arbeitsmarkt" sollte jedoch weiterhin ein Transitarbeitsmarkt blei- ben und sich nicht als Dauerarbeitsmarkt zweiter Klasse etablieren. Als aktive Instrumente bieten sich auch Einstellbeihilfen, Arbeitsbeschaffung, Kinderbe- treuungshilfen u. ä. an. (siehe dazu unter ..Problemgruppen ''). 6. UnternehmensgrOndung Weiters wurde das Projekt "Gründerprogramm" vom AMS gestartet, wel- ches Arbeitslosen bei der Gründung eines Betriebes kostenlose Beratung sowie den fortgesetzten Bezug von Arbeitslosengeld ermöglicht. Dieses unbürokrati- sche und kostengünstige Modell zeichnet sich durch hohe Effizienz und auch im internationalen Vergleich hohe Erfolgsquoten aus. 7. Institutionelle Rahmenbedingungen Der Ausbau von EDV-Selbstbedienungsgeräten ftlr Arbeit- und Ratsuchen- de wird ebenso wie die Verbesserung der Ausbildung der Mitarbeiter des Ar- beitsmarktservice sowie die Entwicklung von Managementrnethoden mit Hilfe sogenannter "Performance-Indicators" vorangetrieben. Die Abgabe von Auf- gaben, die früher von den Arbeitsämtern zu erledigen waren und nunmehr von anderen Rechtsträgern wahrgenommen werden, wird die Betreuungskapazitä- ten im Rahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik erweitern. Um die Möglichkeiten der aktiven Arbeitsmarktpolitik, zum Abbau der Ar- beitslosigkeit beizutragen, voll zu nutzen, muß sie noch effektiver werden. Die Ergebnisse der Organisationsanalyse durch das holländische Institut ftlr Po- licy-Research weisen daraufhin, daß durch die erfolgte Ausgliederung der Ar- beitsmarktverwaltung günstige Voraussetzungen daftlr geschaffen wurden, um die Organisationsstrukturen effizienter zu gestalten. Die vollzogene Ausgliede- rung bietet darüber hinaus die Voraussetzungen daftlr, die ftlr Infrastruktur und Personal aufzuwendenden Mittel im Sinne der Zielsetzung des Arbeits- marktservice optimal einzusetzen, wobei dem Gedanken der Dezentralisation als Teil dieses Reorganisationsprogrammes besondere Bedeutung zukommt. 151