berufliches Wissen nicht nur in spezialisierten Lehrberufen zu vermit- teln. Deshalb werden in einzelnen Branchen breitere Lehrberufe (Gruppen lehrberufe) notwendig sein. Die Attraktivität dieses dualen Bildungsweges hängt künftig entschei- dend von der Vermittlung von SchlüsselqualifIkationen wie Förderung der Kreativität, Kooperationsfllhigkeit etc. ab. - Ebenso wird fUr die Attraktivität der Berufsausbildung von Bedeutung sein, daß Absolventen einer Lehrausbildung den tatsächlichen Zugang zu Fachhochschulen erhalten. 7. Aktive Arbeitsmarktpolitik Aktive Arbeitsmarktpolitik kann eine auf Vollbeschäftigung ausgerichtete Wirtschaftspolitik ergänzen und deren Wirkungen verstärken. Durch die Ausgliederung der Arbeitsmarktverwaltung in das Arbeitsmarkt- service haben die Sozialpartner stärkeren Einfluß auf die Arbeitsmarktpolitik gewonnen. Dies entspricht auch einer stärkeren Verantwortung. Die Zielvor- gaben, die sowohl vom zuständigen Sozialminister als auch im Arbeits- marktservice zur aktiven Arbeitsmarktpolitik entwickelt worden sind, sind somit nur durch gemeinsame Anstrengungen der Sozialpartner und der Regie- rung umzusetzen, wobei eine ausreichende fInanzielle Dotierung der aktiven Arbeitsmarktpolitik Voraussetzung fUr einen erfolgreichen Beitrag dieses Be- reiches zur Vollbeschäftigung ist. Die Prioritäten wurden bei den gemeinsam erarbeiteten Zielvorgaben vor allem gerichtet auf - Aktive Unterstützung von Unternehmungen zur Erhaltung und Schaf- fung von Arbeitsplätzen; - Umschichtungen der Mittel von der passiven zur aktiven Arbeits- marktpolitik; - Ausbau der Arbeitsvermittlung; - Beseitigung von Qualifikationsdefiziten zur Bewältigung des struktu- rellen Wandels; - besondere Förderungsmaßnahmen für Langzeitarbeitslose; - Ausweitung des Berufsfeldes fUr Frauen durch Information und Qua- lifIkation, besondere Hilfen für den Wiedereinstieg in die Erwerbsar- beit nach familiär bedingten Unterbrechungen; - Integrationshilfen für Behinderte. - Damit die Arbeitsmarktpolitik ihre Wirksamkeit entfalten kann, bedarf es einer nachhaltigen und engen Kooperation zwischen Arbeitsuchen- den, Betrieben und dem Arbeitsmarktservice. Intensivierte Betriebskon- takte können zu einer schnelleren Besetzung offener Stellen fUhren und sind daher voranzutreiben. 159