Augen führen, ihr Interesse wecken und den Vertragsabschluß schmackhaft machen muß3• • Der Makler vermittelt Geschäfte .mit einem Dritten", somit mit jemandem, der außerhalb des Vertragsverhältnisses zwischen Makler und Auftraggeber steht und dem gegenüber daher nur die im rechtsgeschäftlichen Verkehr allgemein vorausgesetzten Sorgfaltspflichten (etwa hinsichtlich seiner körperlichen Sicher­ heit oder seines Eigentums) bestehen. Der Dritte kann daher keine für ihn inter­ essewahrende Tätigkeit des Maklers erwarten und verlangen. • Der Makler ist, zum Unterschied vom Handelsvertreter, nicht ständig einem Auftraggeber verbunden. Aufgabe des Maklers ist es, im Einzelfall einen Geschäftsabschluß zu vermitteln, er profitiert daher nicht von einer schon durch eine längerfristige Bindung aufgebauten Vertrautheit mit dem Auftraggeber und dessen Interessenlage, und hat idealtypisch auch nicht etwaige Folgegeschäfte im Auge. • Der Makler wird nur über Auftrag tätig, es liegt seiner Arbeit somit ein privat­ rechtlicher Vertrag zugrunde, der - neben den im Maklergesetz an anderer Stelle noch explizit festgelegten Vertragspflichten - auch Schutz- und Sorgfaltspflichten zugunsten des Vertragspartners auslöst. Das Maklergesetz selbst bricht mit diesem .Leitbild" in mehreren Fällen, insbeson­ dere für den Bereich der Immobilienmakler. So wird zwar die Vermittlungstätigkeit allgemein nicht näher umschrieben; eine Zweifelsregel hält jedoch fest, daß die bloße Namhaftmachung eines Dritten keinen Provisionsanspruch begründet, sofern nicht für den betreffenden Geschäftszweig ein abweichender Geschäftsgebrauch besteht(§ 6 Abs 2 MaklerG). Für gewerbsmäßig tätige Immobilienmakler wurde ein derartiger Geschäftsgebrauch in einer Fülle von Entscheidungen angenommen.9 In§ 16 Abs 2 MaklerG wird für Immobilienmakler auch die ständige Betrauung durch einen Auftraggeber als unschädlich für die Maklereigenschaft akzeptiert. Während also ein Vermittler von Handelsgeschäften, der ständig von einem Auftraggeber betraut ist, als Handelsvertreter nach dem Handelsvertretergesetz 1993 Provisionsansprüche nur gegen seinen .Geschäftsherrn" geltend machen kann, ist ein Vermittler von Immobilientransaktionen, auch wenn er ständig von einem Auftraggeber betraut ist, kein .Immobilienvertreter", sondern Immobilienmakler, dem entsprechend dem Maklergesetz unter anderem auch die Doppeltätigkeit und damit auch ein beiderseitiger Provisionsanspruch zugänglich ist. Der nächste Bruch mit dem „Leitbild" ist dementsprechend auch die Doppeltätigkeit. § 5 MaklerG untersagt zwar grundsätzlich jede Doppeltätigkeit, sofern nicht eine ausdrückliche Einwilligung des (jeweils anderen} Auftraggebers vorliegt, läßt aber 'Fromherz. Der Zivilmaklervertrag, 25. "vgl etwa Ostermayer/Schuster, Maklerrecht, 56f mwN. 15