D A S P R O J E K T „ N A C H S O R G E F R E I E D E P O N I E “ V O R D E M S C H E I T E R N ? – A B F A L L W I R T S C H A F T Z W I S C H E N Ö K O N O M I E U N D Ö K O L O G I E 12 I n f o r m a t i o n e n z u r U m w e l t p o l i t i k Abb. 1 Schematische Darstellung der zu erwartenden "Lenkungswirkungen" des AlSAG-Beitrages im Jahre 2004: Diesem Rechenbeispiel liegen folgende Annahmen zugrunde: Das Bezugsjahr für die AlSAG-Bemessung ist 2004; das Restmüllaufkommen beträgt in bei- den Varianten 100 000 jato. In Variante 1 bzw 2 bewirkt eine vorgeschaltete MVA (spez. Kosten 1900.-ÖS/to) eine Men- genreduktion auf 33%, die nach der Verbrennung verbleibenden Restabfälle werden auf einer iSv § 6 AlSAG bestausgestatteten Reststoffdeponie abgelagert; die spez. Kosten der Deponie- rung betragen in Variante 1 1500.- ÖS/to, in Variante 2 betragen sie 1000.- ÖS/to). In Variante 3 bzw 4 werden die Restabfälle auf einer iSv § 6 AlSAG bestausgestatteten Mas- senabfalldeponie abgelagert; die spez. Kosten betragen in Variante 3 1500.-ÖS/to, in Variante 4 1000.- ÖS/to). Selbstverständlich können die Gesamtkosten jedes Behandlungspfades in Abhängigkeit von den jeweiligen spezifischen Kosten erheblich differieren. Evident ist aber die überragenden Bedeutung der Höhe der spezifischen Vorbehandlungskosten in Variante 1 bzw 2 und die Tat- sache, daß die Steuerungswirkung des AlSAG mit größter Wahrscheinlichkeit zu gering aus- fallen wird, sodaß die verpflichteten Abfallbesitzer aus ökonomischen Überlegungen dazu tendieren werden, den Umstieg von Variante 3 bzw 4 auf Variante 1 bzw 2 möglichst lange hinauszuzögern. Zu den Berechnungen im Detail vgl Anhang II. Zur Steuerungswirksamkeit des AlSAG im Jahre 2004 0 50000000 100000000 150000000 200000000 250000000 300000000 Variante 1 (mit MVA) Variante 2 (mit MVA) Variante 3 Variante 4 Gesamtkosten - summiert AlSAG Gesamtkosten der Ablagerung Gesamtkosten der Vorbehandlung