Organ der Gawerkschaftskainm'ssion Deulsch�sterreichs f�r die treigewerk- schcitlich organisierten Betriebsr�te und Vertiauensm�nner und fOr die Beisitzer der Einigungs�mter und im (jewerbegerlchts vimvimm Mitteilungsblatt der Kammern f�r Mi*Arbeiter und AngesteittB Erscheint jeden zweiten Dienstag hi |iiiiiiiiiiiiiiuiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii| Herausgeber: Anton Huebar� Schrift- leitung: Eduard Straas Adresse: Wien I, EbendorferstreB� 7 �/� Tey phon 15124 <* Postsparkasse 170.351 Administration und Expedition: Ulieo l| EbentiorferstraOe 7 �> Bezugspreis! j�hrlich 120 Kronen, halbl�hriid 70 Kronen, Einzelnummer 0 Krona Erscheint jeden zweiten Dienstag 'S. Jahrgang Wien, 6. Dezember 1321 Nummer 19 Inhalt: Von der internationalen Arbeiterbewegung � Der Feldzug gegen die Betriebsr�te � Hausiierrcnprcfit oder Wohnungsbau? � Volkswirtschaft: Der Abbau der staatlichen Lebensmittelzusch�sse � Bilanzfibel f�r Betriebsr�te (VII) � Sozialpolitik: Untersuchungs�mter in England � Gewerkschaftliches: Die internationale Arbeiterbewegung und die drohende Kriegsgefahr � Technik und Wirtschaft: Das Taylor-System (XIV) � Betriebsr�tliche Praxis: Internationale Propaganda gegen die Betriebsr�te � Arbeiterrecht: Erl�uterungen zum Gesetz �ber die Einigungs�mter und Kollektivvertr�ge � Bildung und E rz i e h u n g: Sozialpolitische Bildungs� arbeit � Arbeiterkammern: Die Arbeiterkammer und die Entlohnung der Lehrlinge � Zur Frage der Transittarife � Die wirtschaftliche Not der Lehrlinge � Zuwendungen der Arbeiterkammer � B�cherschau: Was soll ich lesen? � Der Vertrauensmann � Eingelaufene B�cher. Auf dem j�ngsten Parteitag der �sterreichischen Sozialdemokratie standen unsere Vertrauensm�nner f�hlbar unter dem Eindruck, da� in der ganzen Welt die Arbeiterklasse in die Verteidigung gedr�ngt sei. Wir in �sterreich sp�ren mehr als in jedem anderen Lande c"e Abh�ngigkeit unserer Volks� wirtschaft von der Weltwirtschaft. Die starke politische Macht, die sich die Arbeiterklasse in diesem Lande errungen hat, wird an der wirt� schaftlichen Ohnmacht des Landes selbst zuschanden. Der Sieg des Kapitalismus in der gro�en Welt hat den Wiederaufbau der Profitwirtschait auch in unserem Kleinstaat erm�glicht; nur der internatio� nale Sieg des Sozialismus kann uns von aller heimi� schen Ausbeutung befreien. Darum mu� der Betriebs� rat, der Mann der Praxis, wohl die St�rke des aus� l�ndischen Kapitals kennen, das unser Gegner ist; darum soil der Betriebsrat, der Vorposten der k�mp� fenden Arbeiterklasse, aber auch von den Kr�ften der internationalen Arbeiterbewegung wissen, die unsere Hoffnung ist. Werfen wir einen raschen Blick auf ihre Lage in den wichtigsten L�ndern. In Frankreich, dem Land einer starken Kapitalistischen Staatsgewalt, die heute in ganz Europa bei allen Gewalttaten des Militarismus, allen Umtrieben der Konterrevolution ihre Hand im Spiele hat. hat kurz vor dem unseren der sozialisti� sche Parteitag getagt. Er war der erste nach Tour s, nach der verh�ngnisvollen Spaltung, die die Sozialisten in die Minorit�t gebracht hat. Aller Hilfs� mittel und insbesondere ihrer Presse beraubt, konnten sie in diesem Jahre blo� 55.000 Mitglieder sammeln (gegen 130.000 der Kommunisten); namentlich in .der Hauptstadt Paris ist ihr Anhang verh�ltnism��ig schwach. Aber von ihrem Kongre� geht neue Hoff� nung aus. Er stand im Zeichen internatio� naler Solidarit�t: Delegierte aus Deutsch� land, England, Belgien, Holland, Schweden, Tsche� choslowakei und Spanien. G�ste, tiiic Georsrien und Italien bekundeten das Einheitsstreben des Proletariats. Und das ist kein Zufall: die Schw�che der franz�sischen Arbeiterklasse innerhalb ihres Staates dr�ngt die sozialistische Partei, Anleh� nung an die Bruderpart