Versandgabtthr bar besaht�, 113118 BfiSI I VI II III 1181901618lilgfllH3l9Cfi9l�9lgiiiiiiiieiiiaiiiiiii�isi!IIIIUIUIMISlllllii )Erscheint Jeden zweiten Dienstag Erscheint jeden zweiten Dienste! Organ der Gewerkschaftskammission Oeutsch�sterreichsfOr die freigewerk� schaftlich organisierten Betriebsr�te und Vertrauensm�nner und f�r die Beisitzer der EinfgungsSrnter und i/i i/i i/i i/i Gewerbegerichte w v� v> v� w Hitteilungsblatt der Kammern f�r wi"Arbeiter und Angestellte www 2. Jahrgang Wien, 19. September 1922 Herausaeber :Anton Hueberw Schrift� leitung: Ed. Straas und Dr.). Hannak Adresse: Wien I, Ebendorferstra�e 7 Telephon 15124 w Postsparkasse 170.355 w Administration und Expe� dition: Wien I, EbendorferstraOa 1 Bezugspreis bis Jahresende 5000 t v> Einzelnummer 800 Kronen � Nummer 13 f & n & ja m & w �I m m �E MS An unsere Leser!�, Mit" dieser Nummer endet das erste Halbjahrs� abonnement, und bevor wir unsere geehrten Leser einladen, den Bezugspreis f�r die bis zum Jahresende erscheinenden Nummern einzuzahlen, wollen wir auf Grund des folgenden Berichtes �ber die Gebarung des �Betriebsrates" zeigen, wie notwendig und unausweichlich die Erh�hung des Abonnementspreises geworden Ist. Wenn wir durch die gro�e Verteuerung gezwungen sind, f�r die bis zum Ende des Jahres erscheinenden Nummern des �Betriebsrates" pro Exemplar Insgesamt S000 K einzuheben, so haben wir lediglich die Druckkosten f�r die erste Zeit gedeckt. Die Ge� werkschaftskommission ist auch weiterhin bereit, ein bis zum Jahresschlu� sich ergebendes Defizit zu tragen und da� durch einen niedrigen Abonnementspreis zu erm�glichen. Vom 1. J�nner bis 31. August wurden eingenommen� F�r Abonnements . .i.,, . 9,197.527 K Einzelverschleift r� !-�; 49.206 � Zinsen ... . . . - 14.168 � Zusammen . . 9,260.901 K Hingegen wurden ausgegeben: F�r Druckkosten e.;.: . 11,116.086 K F�r Gehalte 3,639.045 Expeditionskosten . . . 74.015 � Kanzleierfordernisse (Porto) 148.960 � Diverses 108.448 � Zusammen . . . 15.086.556 K Demnach hat die Gewerkschaitskommission f�r diese acht Monate rund 5'8 Millionen Kronen daraufgezahlt. Daraus ist zu ersehen, da� es sich um kein gewinnbringendes Unter� nehmen handelt, sondern da� es der Gewerkschafts- kommisson darum zu tun ist, den Betriebsr�ten zu billigen Preisen ein gutes Schulungsorgan zu bieten. Wir hoffen also, es vor unseren Lesern gerechtfertigt zu haben, wenn wir den Abonnementspreis f�r alle bis zum 'lahresende erscheinenden Nummern zusammen mit 5000 K festsetzen, und erwarten, da� unsere Leser diesen Betrag mit beiliegendem Erlagschein unverz�glich ein� senden werden. Wir bitten die geehrteil Leser, dieses kleine Opfer auf sich zu nehmen und nicht nur nicht die bisherige Abonnentenzahl durch etwaige Abbestellungen zu redu� zieren, sondern sich vielmehr daf�r einzusetzen, da� jeder Betriebsrat und auch solche, die es werden wollen, unsere Zeitschrift bestellen. Denn je mehr Abnehmer wir gewinnen, desto sicherer kann das dauernde Erscheinen dieser unent� behrlichen Zeitschrift gew�hrleistet werden. Die Unter� nehmerschaft w�rde es sicherlich sehr gerne sehen, wenn dieses wertvolle Kampforgan der Betriebsr�te ver� schw�nde. Die Betriebsr�te haben es in der Hand, dieses Organ nicht nur zu erhalten, sondern auch f�r seine Aus� gestaltung und gr��tm�gliche Verbreitung zu sorgen. Die Verwaltung Inhalt J. Hannak: Der Buchdruckerstreik. Franz LI 11: Wirtschaft, Horatio! Karl Kolar (Krems): Die ungarische Arbeiterbewegung; und die Parlamentswahlcn. Volkswirtschaft. Die wirtschaftlichen Kr�fte �sterreichs Sozialpolitik. Jenny Adler: Schutztechnik in der Holz< Industrie (i). Gewerkschaftliches. Eduard Straas: Eine deutsche Ge� werkschaftsgeschichte. Lehrlings- und Gehilfenwesen. Antou K i m m l: Regelung des Zahlenverh�ltnisses zwischen Gehilfen und Lehrlingen. Technik und Wirtschaft. Alois B e r g e r (Knittelfeld): Das Taylor-System (XXVIII). � Elektrotechnik f�r alle. Betrlebsr�tllche Praxis. Eine hygienische Statistik in der Metallbranche. � �Aus der Betriebsr�tepraxis". � Verk�rzte Arbeitszeit und K�ndigungsfrist. Arbeiterrecht. Richard Fr�nkel: Zur Exekutionsnovelle. Bildung und Erziehung. Das Winterhalbjahr an den Wiener Volkshochschulen. Arbeiterkammern. Fritz Rag er: Die Arbeitcrkammern in �sterreich (II). B�cherschau. Die wirtschaftspolitische Gesetzgebung �ster� reichs. � Eingelaufene B�cher. Der Buchdruckersireik Es war immer schon eine nicht unbetr�chtliche Sache, wenn es hie�, da� die Buchdrucker auf die Bastionen des gewerkschaftlichen Klassenkampfes ziehen und dem Klassenfeind in offener Feldschlaclit gegen�bertreten m��ten. Das war immer das Signal, welches die allgemeine Aufmerksamkeit der gesamten Arbeiterschaft wachrief und drohend verk�ndete, da� im ganzen Organismus der Wirtschaft etwas in Unordnung geraten sei. Die Buchdrucker waren seil je Vorposten der Arbeiterbewegung und die Ge� schicke ihres Berufes innig verquickt mit den Ge� schicken der ganzen Klasse. Dies nicht ohne Grund. Denn die Buchdrucker haben den Rang von Pionieren in der Gewerkschaftsbewegung und eines Elitekorps der Arbeiterklasse nicht aus blo�en Zu� f�llen historischer oder �konomischer Natur erlangt, sondern aus den realen Bedingungen und Not� wendigkeiten der kapitalistischen Entwicklung selbst. W�hrend in der �berwiegenden Anzahl aller �brigen industriellen Gewerbe der Besitz der Produktions� mittel dem Kapitalisten eine �berragende Macht� stellung in die Hand gab, standen im graphischen Ge� werbe die Produktionsmittel an Bedeutung hinter der