stens 12 Stunden und unter 36 Stunden - nach zusammengefaßten Wirtschaftsklas¬ sen des Dienstleistungssektors in den Jahren 1994 bis 1999. Der hohe Zuwachs von Teilzeitarbeitsverhältnissen im Dienstleistungssektor resul¬ tiert einerseits aus dem Bestreben der Unternehmungen, das verfügbare Arbeitsvo¬ lumen stärker an den betrieblichen Arbeitsbedarf anzupassen und auf diese Weise die Kosten zu senken und die Arbeitsproduktivität zu erhöhen. Andererseits ent¬ spricht Teilzeitarbeit auch häufig den Präferenzen der Beschäftigten bzw. der Arbeit¬ suchenden, und dies nicht nur aus Gründen der Kinderbetreuung. Die Zahl der Teil¬ zeitbeschäftigten im österreichischen Dienstleistungssektor erhöhte sich von 1994 bis 1999 um 94.500 auf 349.400 (jährliche Zuwachsrate 6,5%), die entsprechende Teilzeitquote (Anteil der Teilzeitbeschäftigten an der Gesamtzahl der unselbständig Beschäftigten im tertiären Sektor) von 13,7 auf 17,7%. Bei den Teilzeitbeschäftigten handelt es sich ganz überwiegend um Frauen; ihre Teilzeitquote ist rund achtmal hö¬ her als jene der Männer6 Aus der Gegenüberstellung der Tabellen 5 und 6 geht hervor, daß die Zunahme der Zahl der unselbständig Beschäftigten (eigentlich: der Beschäftigungsverhältnisse) im österreichischen Dienstleistungssektor zwischen 1995 und 1999 deutlich höher war als jene der Teilzeitbeschäftigten. In diesem Zeitabschnitt erhöhte sich die Zahl der unselbständig Beschäftigten laut Hauptverband um 100.800, jene der Teilzeitbe¬ schäftigten laut Mikrozensus um 80.700. Setzt man voraus, daß der Mikrozensus die jährlichen Entwicklungstendenzen der Teilzeitbeschäftigung annähernd richtig wie¬ dergibt, bedeutet dies, daß die Zahl der Vollzeitbeschäftigten im tertiären Sektor um 20.100 zunahm. Unter der Annahme, daß ein Teilzeitbeschäftigter 0,5 Vollzeitäqui¬ valenten entspricht, stieg die unselbständige Beschäftigung im Dienstleistungssektor um 60.400 Vollzeitäquivalente. Abgesehen von den Haushaltsdiensten, wo jede zweite unselbständig beschäftigte Person in Teilzeit tätig war, wiesen der Handel, der Bereich Realitätenwesen und Wirtschaftsdienste sowie das Gesundheits- und Sozialwesen jeweils eine Teilzeit¬ quote von über 20% aus. Die Zahl der geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse (Monatseinkommen unter öS 3.899 im Jahre 1999) stieg im tertiären Sektor zwischen 1996 und 1999 von 123.900 auf 161.000 (siehe Tabelle 7). Dies ergibt eine jährliche Zuwachsrate von 9,1%. 1999 belief sich der Anteil der geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse an der Gesamt¬ heit der Beschäftigungsverhältnisse (= Summe aus (umfassend sozial-) versiche¬ rungspflichtigen und geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen) im Dienstleistungs¬ sektor auf 7,2%.7 6. Internationaler Vergleich Eine jüngst von der OECD (2000) durchgeführte komparative Untersuchung gestattet es, die in Österreich beobachtbaren Entwicklungen im Dienstleistungssektor vor dem Hintergrund der betreffenden Tendenzen in der EU und in Nordamerika zu beurtei¬ len. Dienstleistungsanteil an der Beschäftigung: In den OECD-Ländern setzte sich die Zunahme des Anteils des Dienstleistungssektors an der jeweiligen Gesamtzahl der Erwerbstätigen in den achtziger und neunziger Jahren fort. In einigen Staaten liegt die betreffende Quote nun bereits über 70%. In der EU erhöhte sich der Dienstlei¬ stungsanteil zwischen 1984 und 1998 um nahezu acht Prozentpunkte. Aufgrund die¬ ser anhaltenden Anteilsverschiebungen verminderten sich im genannten Zeitraum die Unterschiede zwischen der sektoralen Beschäftigungsstruktur der USA einerseits und jenen der EU-Länder andererseits. Die Standardabweichung des tertiären An- 5