Abbildung 3: Verteilung der unselbständig Beschäftigten in Wien nach Sektoren CL c CDN01 0 Primär Sekundär Tertiär Quelle: Hauptverband 3.2 Der Dienstleistungssektor Von den im Jahr 1999 insgesamt 770.000 unselbständig Beschäftigten in Wien arbeiteten ca. 590.000 im Dienstleistungssektor. Dieses Verhältnis unterstreicht nachdrücklich die Dominanz tertiärer Erwerbsarbeit für die Metropole Wien. Der Dienstleistungsbereich hatte im gesamten Untersuchungszeitraum (mit einer einzigen Ausnahme: von 1995 auf 1996 verringerte sich der Beschäftigtenstand um ca. 2.500 Personen) expansiven Charakter - jedoch mit abnehmender Tendenz. Solange hier die jährlichen Wachstumsraten deutlich über 1% lagen, konnten die Beschäftigungsabgänge aus der Sachgüterproduktion mehr als kompensiert werden. Ab 1993 flachten sich die Wachstumsraten im Tertiärbereich merklich ab. Parallel dazu verringerte sich auch die Wiener Gesamtbeschäftigung. Die gegenwärtige Stagnation der Gesamtbeschäftigung resultiert aus weiterhin beträchtlichen Rückgängen des Produktionssektors (1996/1999: -2,6%) und nur sehr zaghaften Zunahmen des Dienstleistungssektors (1996/1999: +0,1%). Im Gegensatz zur Beschäftigungsentwicklung im Produktionsbereich - wo durchgängig alle Branchen massiv Beschäftigung verloren - ist die Dynamik bei den Diensten weniger homogen. Einen ersten Überblick dazu gibt die Verteilung der Beschäftigten im tertiären Sektor nach fünf modifizierten Bereichen. Dabei zeigt sich eine Dominanz dreier Bereiche. Etwa ein Viertel der unselbständig Beschäftigten Wiens sind in den Öffentlichen Diensten (Öffentliche Verwaltung, Sozialversicherungen, Interessenvertretungen, Vereine) angestellt. Rund ein Viertel entfällt auf Distributive (Handel, Verkehr, Nachrichtenübermittlung), etwa ein Fünftel auf Produktionsbezogene Dienste (Banken, Versicherungen, Realitätenwesen, Wirtschaftsdienste). Diese drei Bereiche umfassen somit ca. zwei Drittel aller Wiener Beschäftigten. Etwa 5% sind in den Sozialen (Unterrichts-, Gesundheits- und 34