(Reinigung, Reparatur, Wartung) eignen sich zur Auslagerung. Je wissensintensiver eine Dienstleistung ist, um so schwieriger ist die Externalisierung, da die Interaktionsbeziehungen entsprechend an Komplexität gewinnen. Faktoren wie unternehmensspezifische Situation, unternehmensinterne Kompetenzen, transaktionstheoretische Überlegungen und Unsicherheit bezüglich eines allfälligen Know-how-Verlustes wirken Externalisierungsstrategien entgegen. Welche Größenordnung die statistischen Verzerrungen aufgrund der sektoralen Untererfassung haben, läßt sich nur schwer abschätzen. Es gibt jedoch einige Hinweise darauf, daß die österreichischen Daten stärker zur Untererfassung neigen als die anderer OECD-Länder. Nicht zuletzt sollte noch auf mögliche Wechselwirkungen mit der Beschäftigungsentwicklung im Produktionsbereich hingewiesen werden. Wie die Analyse in Abschnitt 3.1 gezeigt hat, laboriert Wien an massiven Beschäftigungseinbrüchen auch in Wirtschaftsbereichen mit eigentlich guten Zukunftsaussichten (Hochtechnologie-, Hochlohn-, wissensbasierte Branchen). Gerade diese Bereiche sind aber verstärkte Nachfrager von wissensintensiven Dienstleistungen. Die Produktion, der Vertrieb, die Produktentwicklung sowie allgemein die permanente Anpassung an neue Produktionsprozesse benötigen ein hohes Niveau (sowohl quantitativ als auch qualitativ) an wissensintensiven Diensten. Nicht nur aus strukturpolitischer Sicht wäre es daher dringend notwendig, diesen Interaktionsprozeß nachhaltig zu fördern, um letztendlich auch entsprechende beschäftigungspolitische Erfolge erzielen zu können. 4. Geringfügig Beschäftigte 4.1 Definition, Datenlage und Problemstellung Geringfügig beschäftigt sind all jene Personen, deren monatliches Erwerbseinkommen unterhalb von 3.830 öS liegt und die weniger als 8 Stunden pro Woche beschäftigt sind. Alle geringfügig Beschäftigten sind zumindest unfallversichert. Weiters steht ihnen nun auch die Möglichkeit einer freiwilligen Selbstversicherung offen (ca. 15% SV-Beitrag). Sofern die monatliche Geringfügigkeitsgrenze bei mehreren geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen einer Person überschritten wird, besteht allerdings Versicherungspflicht. Auf Seiten der Arbeitgeber fällt ebenfalls ein Sozialversicherungsbeitrag in der Höhe von ca. 18% (der Geringfügigkeitsgrenze) an14. Die erworbenen Ansprüche beziehen sich nur auf Krankheit, Unfall und Pensionsvorsorge. Die Möglichkeit einer Arbeitslosenversicherung besteht nicht. Seit 1996 liegen Zahlen des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger über die geringfügige Beschäftigung in Wien vor. Sie werden zusätzlich zu den unselbständig Beschäftigten erhoben. Somit beinhaltet der ausgewiesene Bestand der unselbständigen Beschäftigung nicht die Beschäftigungsverhältnisse geringfügig Beschäftigter. Die für die Jahre 1996 und 1997 zur Verfügung stehenden Daten unterscheiden nur nach Bundesland, Wirtschaftsklasse und Geschlecht. Sie sind also zeitlich beschränkt und können (noch) nicht mit anderen interessierenden Haisken-DeNew u.a. (1996). Diese Argumentation kann im wesentlichen auch auf Österreich übertragen werden. 14 Der Dienstgeber hat einen pauschalierten Beitrag zu leisten, wenn die monatliche Entgeltsumme aller seiner Beschäftigten das eineinhalbfache der monatlichen Geringfügigkeitsgrenze übersteigt. 41