Abbildung 38: Arbeitslosenquoten in Wien nach Alter - Frauen 1997 12 10 8 2 40-4915-18 19-24 25-29 30-39 50-54 55-59 <59 Gesamt Quelle: AMS Zusammenfassend kann also festgehalten werden, daß der Wiener Arbeitsmarkt in verschärfter Form mit dem Problem Altersarbeitslosigkeit konfrontiert ist. Hinzu kommt, daß ältere Arbeitslose wesentlich schwerer wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden können. Aus dieser Kombination von Alters- und Langzeitarbeitslosigkeit resultiert eine sich tendenziell verfestigende Problemlage für den Wiener Arbeitsmarkt, die mit herkömmlichen arbeitsmarktpolitischen Interventionsformen nur schwer lösbar scheint. Mit dem Auslaufen der Sonderunterstützungsregelung für ältere Arbeitslose wird sich diese Problematik noch weiter verschärfen. 8.4 Vormerkdauer Neben der jahresdurchschnittlichen Anzahl der Arbeitslosen stehen für die vorliegende Untersuchung auch Daten über die Vormerkdauer der Arbeitslosen zur Verfügung. Sie geben darüber Auskunft, wie lange Personen nach ihrer Erwerbsunterbrechung in Arbeitslosigkeit verbleiben. Dadurch ergeben sich insbesondere Möglichkeiten zur Analyse des Problembereichs Langzeitarbeitslosigkeit.39 Es kann dabei sowohl auf Ebene der Wirtschaftsklassen als auch auf Ebene der Berufe angesetzt werden. Zunächst soll aber ein Überblick über den Bestand und die Entwicklung der Arbeitslosen nach Vormerkdauer im Aggregat gegeben werden. Es kann gezeigt werden, daß sich die Zunahmen im Arbeitslosenbestand ungleichmäßig auf die vier Kategorien verteilen. 1987 waren noch knapp zwei Drittel aller in Wien gemeldeten Arbeitslosen unterhalb der Halbjahresgrenze, es waren also nur etwas mehr als ein Drittel langzeitarbeitslos. Bis 1997 erhöhte sich dieser Anteil auf 43,6 Prozentpunkte. Verglichen mit dem Gesamtbundesgebiet liegt Wien damit erheblich über dem 39 Als Langzeitarbeitslose gelten alle gemeldeten Arbeitslosen mit einer Vormerkdauer von mehr als 6 Monaten. 97