Tabelle 7: Veränderungen der relativen Streuungsmaßzahlen 1980-94: Quartils- Dispersionskoeffizient und Dezils-Dispersionskoeffizient QDK 1980 1987 in % '80 1994 in % '80 Gesamt 0,299 0,297 99,45 0,301 100,69 Männl. Beschäftigte 0,249 0,254 102,22 0,261 104,73 Weibl. Beschäftigte 0,274 0,286 104,61 0,301 109,98 Arbeiter 0,203 0,199 98,28 0,196 96,49 Männl. Angestellte 0,290 0,289 99,61 0,290 100,02 Arbeiterinnen 0,240 0,241 100,37 0,248 103,49 Weibl. Angestellte 0,289 0,304 105,32 0,319 110,65 DDK 1980 1987 in % '80 1994 in % '80 Gesamt 0,550 0,553 100,59 0,570 103,65 Männl. Beschäftigte 0,450 0,459 101,84 nb nb Weibl. Beschäftigte 0,540 0,554 102,54 0,574 106,32 Arbeiter 0,382 0,377 98,88 0,376 98,57 Männl. Angestellte nb nb nb nb nb Arbeiterinnen 0,470 0,477 101,35 0,487 103,53 Weibl. Angestellte 0,543 0,560 103,17 0,578 106,45 Die Zahl der Personen, die unter Annahme einer Vollzeitbeschäftigung monatlich (ohne anteilige Sonderzahlungen) weniger als öS 10.000 brutto verdienten, belief sich 1993 laut Sozialbericht auf nur noch 110.000 (68.000 Frauen, 42.000 Männer. Dieser Personenkreis setzte sich aus folgenden drei Gruppen zusammen: erstens 78.000 Vollzeitbeschäftigten (mit einer Wochenarbeitszeit zwischen 36 und 40 Stun- den), darunter 30.000 männliche Arbeiter und 10.000 männliche Angestellte; zwei- tens 28.000 (weibliche) Teilzeitbeschäftigten, die auch in der kollektivvertraglich fest- gelegten Normalarbeitszeit nicht mehr als öS 10.000 verdient hätten; und drittens 4.000 Beschäftigten (je 2.000 Arbeiterinnen und Arbeiter), die nur deshalb ein Ein- kommen über öS 10.000 bezogen, weil sie mehr als 40 Wochenstunden arbeiteten.11 Wo konnte der angestrebte Mindestlohn 1993 noch nicht generell erreicht werden? In den Bereichen Landwirtschaft, Nahrungsmittel, Bekleidung,12 Reinigung, Handel, Verkehr, Kino, Reisebüro, Pflegepersonal und Angestellte von freien Berufen lagen die kollektivvertraglichen Verdienste für Jugendliche und einzelne KV-Positionen noch unter der öS 10.000-Schwelle. Hinzu kamen Beschäftigte, deren Arbeitsver- hältnis weder einem Kollektivvertrag noch einem Mindestlohntarif unterlag, sowie Personen, deren Arbeitgeber die kollektivvertraglichen Normen nicht einhielten. 1989 hatte die Zahl der Personen, die unter Annahme einer Vollzeitbeschäftigung weniger als öS 10.000 verdient hatten, noch 430.000 (310.000 Frauen, 120.000 Männer) betragen. Binnen vier Jahren trat somit eine Reduktion der Zahl der Betrof- fenen um 320.000 bzw. 74% ein.13 Bei den von der Mindestlohnkampagne begün- stigten männlichen Beschäftigten handelte es sich zum allergrößten Teil um Arbei- ter.14 Während somit für die männlichen Arbeiter eine leichte Abnahme der vertikalen Ein- kommensstreuung festzustellen ist, erfolgte bei den männlichen Angestellten eine 10