Fallstudien Österreich Tabelle 4-3: Entwicklung des Personalaufwandes bei der Verbundgesellschaft 1998 1999 2000 2001 2002 Veränderun gen in % 1998-2002 Personalaufwand in tausend Euro* 277.125 253.630 227.252 217.076 211.939 - 24 Personalaufwand pro Beschäftigten in Euro* 66.585 67.689 67.095 71.103 74.970 + 13 * Ohne Aufwand für Abfertigungen und Pensionen. Quelle: Abteilung Betriebswirtschaft der Kammer für Arbeiter und Angestellte. Auch bei der Verbundgesellschaft kam es in Folge des Personalabbaues zu einer deutlichen Reduktion des Personalaufwandes. Zwischen 1998 und 2002 ist der Personalaufwand exklusive Pensionen und Abfertigungen um 24 Prozent gesunken. Das sind sechs Prozent pro Jahr. Gleichzeitig ist der Personalaufwand pro Beschäftigten im selben Zeitraum um 13 Prozent gestiegen. Diese 13 Prozent reflektieren Reallohnsteigerungen und Inflationsabgeltungen und sonstige Aufwandssteigerungen. 4.2.8. Ausbildung Während im Bereich der Schulungen von MitarbeiterInnen bisher keine Einschränkun- gen erfolgten, gibt es gravierende Veränderungen im Hinblick auf die Ausbildung von Lehrlingen. Diese wurde in den letzten drei Jahren rapide zurückgeschraubt. Die Zahl der Lehrlinge hat sich seit 1999 etwa halbiert. Tabelle 4-4: Entwicklung der Lehrlinge bei der Verbundgesellschaft 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 186 182 194 194 178 122 92 Quelle: Verbundgesellschaft Geschäftsberichte 1995-2002. 4.2.9. Arbeitsbeziehungen An den formellen Strukturen hat sich durch die Liberalisierung nichts geändert. Obwohl sich das Unternehmen im öffentlichen Eigentum befand, fand immer schon das Arbeits- verfassungsgesetz Anwendung. Demnach gilt für die Beschäftigten der EVU-Kollektiv- vertrag und sie werden von einem Betriebsrat vertreten. Durch die Umstrukturierungen wurde aber die zweite Verhandlungsebene wichtiger. Der Konzernvorstand verhandelt zwar mit dem Konzernbetriebsrat, aber dabei geht es nur noch um Rahmenbedingungen. Konkrete Bedingungen werden dann auf Ebene der eigenständigen Aktiengesellschaften ausgemacht. 63