www.wirtschaftundumwelt.at T ourismus ist in Österreich ein be- deutender Wirtschaftszweig: Die Reiseverkehrseinkünfte pro Ein- wohnerIn liegen hierzulande deut- lich über jenen anderer touristisch attraktiver Länder, wie zum Beispiel Spani- en, Griechenland oder der Türkei. Betrachtet man die tatsächlich geleistete Wertschöp- fung des Beherbergungs- und Gaststätten- wesens (ohne Vorleistungen), also jenes Sek- tors, den man traditionell als „Tourismus“ bezeichnet, so beträgt dieser Anteil im Jahr 2001 rund vier Prozent des BIP (Bruttoin- landsprodukt). Ein umfassenderer An- satz zur Erfassung der tourismusbedingten Wertschöpfung wird seit kurzem mit dem sogenannten Touris- 3/2004 Wirtschaft & Umwelt • 21  Nachhaltiger Tourismus  BESCHÄFTIGUNGSSITUATION IM TOURISMUS Wirtschaftsfaktor Tourismus: Neben den Tourismusbeschäftigten sind auch Handel, Freizeitindustrie und regionale Zusammenhänge davon betroffen. Tourismus bedeutet aber nicht für alle Beteiligten nur Ver- gnügen und Erholung: Die Arbeitsbedingungen in dieser Branche sind nicht immer so, wie sie dem österreichischen Durchschnitt entsprechen: Saisonmuster, hohe Flexibilität, lange Arbeitstage und hohe psychische sowie physische Belastungen prägen die Beschäftigungssituation der im Hotel- und Gastgewerbe Tätigen. Wie steht es um die soziale Seite der Nachhaltigkeit im Tourismus?  Von Silvia Angelo MAGA. SILVIA ANGELO ist Volkswirtin und Mitar- beiterin bei der Be- reichsleitung Wirtschaft in der AK Wien. SCHWER ERTRÄGLICH FO TO : S C H U H Ist das mein Bier? Die meisten Beschäftigten im Tourismus leiden unter Stress, überlangen Arbeitszeiten und geringer Bezahlung. Was geht das die Touristen an?