www.wirtschaftundumwelt.atSEITE 2 WIRTSCHAFT & UMWELT 2/2009 INHALTSVERZEICHNIS H O C H T IE F SOLARE PROFITEURE. Von der deutschen Bun- desregierung bis zu Gre- enpeace wurde das von der Industrie geplante Projekt einer Giga-Solar- stromerzeugung in der Wüste Nordafrikas be- grüßt. Hermann Scheer, Präsident von Eurosolar, warnt aber: Bevor dieses Projekt trägt, wird der weitere Ausbau der Stromerzeugung aus er- neuerbaren Energien in Deutschland zu niedrige- ren Kosten und Preisen möglich sein als der So- larstromimport aus Nor- dafrika. Schmeck’s: die Sonne scheint für Groß- konzerne eben profita- bler. NACHHALTIG TÖTEN? Der US-Rüstungskon- zern United Technolo- gies Corporation (UTC) hat seinen CSR-Bericht vorgelegt. Da wird von Kampfflugzeugen mit weniger Maschinenlärm und Energieverbrauch geschwärmt und davon, dass man es morgen noch besser machen kann. Was, das Töten? Lautloser, (ener- gie)effizienter? Die Sha- reholder werden es zu schätzen wissen, für die Stakeholder bleibt es das Gleiche: Tod und Vernichtung – schönge- schrieben mit CSR. RAD-HIGHWAY.Der Wiental-Radweg wird bis 2010 um 3,5 km verlän- gert und reicht dann von der Wiener We- steinfahrt Auhof bis zur Kennedybrücke. Eine vier Meter breite, kreu- zungsfreie Rad-Auto- bahn. Ob eine Biker-Poli- zei Überschreitungen von Hochgeschwindig- keits-RadlerInnen kon- trollieren wird, ist bis dato nicht bekannt. SEIN ODER SCHEIN? Besser beides. Im Vor- feld der Tariferhöhung bei den Wiener Linien am 1. Juli wurde auch der „Zwei-Fahrten-Senioren- schein“ gehamstert, ob- wohl dieser überhaupt nicht verteuert wurde. Die Wiener lieben eben ihre Öffis über alles – bis ins hohe Alter … Oder ist vielleicht doch nur die Zahl der Frühpensionis- ten sprunghaft angestie- gen? GIPFELSTÜRMER? "Never Stop exploring", damit wirbt Branchen- leader The North Face. Die Clean Clothes Kam- pagne hat den Slogan wörtlich genommen und die soziale Verantwor- tung unter die Lupe ge- nommen. Wird eine Jacke um 120 Euro ver- kauft, verdient die Näherin im Produkti- onsbetrieb 68 Cent. Das entspricht 0,56 Prozent des Verkaufs- preises. Verantwortliich dafür ist North Face, so- zial aber sicher nicht! FAZIT UNERTRÄGLICH TRÜB DAS WUM-OMETER UMWELTPOLITIK ÖKOSIEDLUNG  Der Eiskasten hat es, der Fernseher hat es, ja sogar das Haus hat es! Die Rede ist vom Energie-Effizienz-Pickerl. Und wie steht es um’s ökologische Bauen von Straßen und Siedlungen? Mithilfe des „Energieausweises für Siedlungen“ kann die Gesamtenergieeffizienz von Siedlun- gen dargestellt werden. Seite 10 RUBRIKEN Nachrichten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 Kommentar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 Umwelt EU – Europa – Welt . . . . . . . . . 6 Aktuelles Interview . . . . . . . . . . . . . . . . 9 Aktion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25 Medien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29 Kontroverse . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32–33 Vor 15 Jahren, AK-Studien . . . . . . . . 34 ATMOSPHÄRE Die PendlerInnen müssen steuerlich entlastet wer- den. Das Pendlerpauschale ist grundsätzlich zu reformieren. Preiskontrollen an den Tankstellen müssen zur Regel werden. Öffent- liche Pendlerverkehre sind finanzi- ell abzusichern. Die Fahrplanange- bote bei Bahn und Bus müssen besser werden, das gilt auch für die Fahrgast-Information im Zug und am Bahnsteig. Schließlich müssen durch neue Fahrgastrech- te im Nah- und Regionalverkehr die PendlerInnen mit den Fernrei- senden gleichgestellt werden. Herbert Tumpel