www.wirtschaftundumwelt.atSEITE 2 WIRTSCHAFT & UMWELT 2/2010 INHALTSVERZEICHNIS H O C H T IE F ANG’STECKT IS. Elek- troautos gelten für viele als „letzte Hoffnung“ für denmotorisierten Indivi- dualverkehr (MIV). Bei geringen Reichweiten und hohen Preisen ist nur eines klar: wir brau- chenmehr Steckdosen. Alter MIV in neuen Do- sen. KOHLE FÜR KOHLE. Eine Klimaschutzinitiati- ve jagt die andere. Mitten in diesem Taumel will die EU neue Kohlekraftwerke mit 15 Prozent der Bau- kosten fördern. Begrün- dung: Das gelte für Kohlekraftwerke, die spä- ter für die unterirdische CO2-Speicherung geeig- net seien. Das umstritte- ne Hineinpumpen benötigt aber – erraten – viel Energie. Die kann ja dann getrost aus den hoch subventionierten klimabehübschten Kohle- und Atommeilern kom- men. MISTMARKT.Da heißt es einerseits Müll ver- meiden, doch ohneMist kein Markt. Zuletzt war es umgekehrt: Dank Ver- packungsindustrie und Konjunktureinbruch quoll der Mist über, die Preise verfielen. Die Menschen sammelten u.a. Altpapier gratis, doch Industrie und Gewerbe brauchten die teuren Altstoffe nicht. Recyclingpapier ist aber für die Konsumen- tInnen nicht billiger ge- worden. So ist er eben, dieser Markt. Ein Mist- markt. Eben. SPITZE.UN-Chef Ban Ki-moon hat eine Frau und Expertin in Kli- mafragen, Christina Fi- gueres aus Costa Rica, zur Leiterin des UN-Kli- masekretarias ernannt. Ihr Vorgänger, Yvo de Boer, nahm nach dem Scheitern des Klimagip- fels in Kopenhagen den Hut. Jetzt geht er in die Wirtschaft. Konsequent! Die hat ja bekanntlich wesentlich zum Schei- tern des Klimagipfels beigetragen. PEDALMOBIL. In Wien ist bis 2015 die Auswei- tung des Citybike-Net- zes von derzeit 61 auf insgesamt 120 Stationen vorgesehen. Schon jetzt wurdenmit den rund 1.200 Citybikes insge- samt 400.000 Fahrten unternommen. Gutes Radmuss nicht teuer sein! FAHREN IM SUV. Fast verdoppelt hat sich der SUVs inWien in den let- zen fünf Jahren. Die „sportlichen Vehiceln“ – zwei Drittel davon die- selbetrieben – saufen nicht nur viel Treibstoff, sondern verschmutzen die Umwelt stark durch Feinstaub. Vorteil: Im SUV zumHeurigen zu fahren, ist nicht strafbar. Im SUFF nach Hause zu fahren, schon. FAZIT NICHT UNGETRÜBT HEITER DAS WUM-OMETER UMWELTPOLITIK ÖKO-SCHMÄH-STEUER  Die geplante CO2-Steuer entpuppt sich als Öko-Schmäh und Förderung für Inten- sivlandwirtschaft, Atomkraft oder Flug- verkehr. Gemolken werden fast nur die Haushalte. Wirkung: wer wenig einsparen kann, wird voll besteuert, wer viel einspa- ren kann,wird bevorzugt. Dasgeht auf kei- ne Kuhhaut! Seite 10 RUBRIKEN Nachrichten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 Kommentar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 Umwelt EU – Europa – Welt . . . . . . . . . 6 Aktuelles Interview . . . . . . . . . . . . . . . . 9 Aktion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25 Medien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29 Gerechtigkeit muss sein . . . . . . . . 32–33 Vor 15 Jahren, AK-Studien . . . . . . . . 34 ATMOSPHÄRE Arbeitswege sind oft lang und kompliziert ... Die ... Beschäftigten ... haben auf ihremArbeitsweg zahlreiche Barrieren zu überwinden. Je nachdem, obman als Frau oder als Mann, als Besser- oder Schlechterverdienende/r zur Ar- beit pendelt, obman sehr früh oder eher später unterwegs ist, unterscheiden sich die Barrieren amArbeitsweg deutlich vonein- ander. Die Hürden der besonders benachteiligten Pendler und Pendlerinnenmüssen vordring- lich beseitigt werden. Herbert Tumpel